Dienstag, 19. Mai 2009

Rot-blauer Schlagabtausch statt Budget-
Debatte: Extremismus-Diskussion dominiert

  • Strache sieht kein Problem - Pröll hält sich zurück
  • Budgetbegleitgesetz trotz 4 VP-Gegenstimmen durch

Eigentlich sollte im Parlament das Budgetbegleitgesetz debattiert werden, das unter anderem das Krankenkassenpaket und die Streichung von Lehrer-Zulagen bringt. Die aktuelle Extremismus-Diskussion um den FPÖ-EU-Wahlkampf und die neonazistischen Vorfälle in der Gedenkstätte Ebensee stahlen dem eigentlichen Thema aber die Show. Vor allem FPÖ und SPÖ lieferten sich harte Gefechte.

Auch Grüne und in geringerem Ausmaß ÖVP und BZÖ grenzten sich von den Freiheitlichen ab, die sich zuletzt mit Vorwürfen des Antisemitismus konfrontiert sahen. FPÖ-Chef Strache sah hingegen kein Problem darin, dass seine Partei in Inseraten vor einem israelischen EU-Beitritt warnt. Immerhin habe Außenminister Lieberman solch ein Anliegen schon kundgetan.

Den Freiheitlichen Antisemitismus vorzuwerfen, sei eine "ungeheuerliche Frechheit", meinte Strache, der Kanzler Faymann "Rumpelstilzchen" taufte. Dieser ließ Straches Ausführungen gleich gar nicht gelten und antwortete mit Spott: "Hoffentlich lernen Sie niemanden kennen, der will, dass China beitritt, sonst müssen Sie uns vor den Chinesen schützen."

Pröll hält sich zurück
Finanzminister Pröll hielt sich mit direkten Anschuldigungen zurück, erinnerte aber an die letzte große Wirtschaftskrise vor dem Zweiten Weltkrieg, wo Emotionen geschürt und Feindbilder geschaffen worden seien. Die Folge des gegeneinander Hetzens sei die bitterste Zeit für Europa gewesen.

Die Grünen unterstellten Straches Rede eine "ihm auf den Leib geschriebenen Perfidie". Wer "neonazistische Umtriebe" wie in Ebensee als Lausbubenstreiche bezeichne, der mache sich in Wahrheit "zum Ziehvater dieser Geisteshaltung", betonte der stellvertretende Grünen-Klubobmann Kogler. BZÖ-Obmann Bucher forderte, die Debatte über "verwerfliche Inserate" besser anderswo als im Hohen Haus zu führen.

Budgetbegleitgesetz ist durch
Das Budgetbegleitgesetz - eigentlich Thema der Sitzung - passierte dann am Dienstagabend den Nationalrat, allerdings scherten gleich vier Abgeordnete der ÖVP aus den Koalitionsreihen aus. Anlass war das Krankenkassenpaket, gegen das die Länderorganisationen aus Vorarlberg und Oberösterreich Verfassungsklagen angekündigt haben.

(apa/red)

19.5.2009 18:46
Vasant, 21. 05. '09 01:07
Vereintes Europa!
Der Gedanke eines vereinten Europas ist eigentlich sehr gut, aber leider haben bisher nur die EU Politiker davon profitiert und die sozialen Situationen der Menschen in diesen Ländern bestätigen eigentlich (in meinen Augen) nur das absolute Scheitern dieser Umsetzung. Frankreich bestes Beispiel!

Vorher haben wir mit allen Ländern verhandelt und Geschäfte gemacht und es hat gepasst. Jetzt "dürfen" wir jährlich Millionen nach Brüssel abliefern, obwohl Österreich das Geld bräuchte!

Die Worte der damaligen ÖVP Liga lauteten aber eindeutig, dass durch die EU alles billiger und besser werden würde!? Wie man nun sieht, hatte die ÖVP absolut recht und nun wird der sinkende Kurs weitergeführt!?

Da muss ich nicht Freizeit Politiker werden um zu erkennen, dass man hier rasch was ändern muss!
Vasant, 21. 05. '09 00:56
Faymann´s Top Aussage!
Also das Beispiel mit China und Israel von Herrn Faymann finde ich wirklich bedenklich, denn der Mensch versteht ja sichtlich nicht mal, wodurch Konflikte entstehen bzw. sollte er nicht nur einen Schritt weit denken, sondern an die weiteren Folgen!

Welches arabische Land würde denn mit der EU einen Dialog bzw. Verhandlungen führen, wenn Israel in der EU wäre? Iran? Irak? Oder könnte es dann sein, dass der Hass sich auch auf die EU Länder ausbreitet Herr Faymann?

Nur ein tragisches und leider auch trauriges Beispiel Herr Faymann ... wie viele Chinesen gibt es und wie viele Israelis? Und nun sagen sie mir doch bitte, wer wohl in den arabischen Ländern mehr Feinde hat?

Nicht vergessen Herr Faymann ... mehr Politik für Österreich und weniger, wie die ÖVP, den Leuten in Brüssel dienen!
Michl1200, 19. 05. '09 22:10
Finanzminister
Für was brauchen wir einen,wird eh alles von der EU vorgeschrieben.Ich hoffe die Regierung ist so stark und macht sich frei.Träumen kann man ja noch,oder?Aber gut,wem schlagt´s Ihr als Finanzminister vor???Wer in der dieser Regierung könnte es werden?Jeder,aber auch jeder gibt der EU recht.Mal sehen vielleicht kommt noch einer.Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Denken, 19. 05. '09 21:08
Ein Finanzminister
die hauptsächlich Parteiinteressen vertritt und Macht anstrebt über ganz Österreich, ist in dieser Zeit für unser Land nicht tragbar. Wie viel Schaden hat Bush angerichtet, mit welchen Problemen hat Schwarzenegger zu kämpfen, und die ÖVP wünscht sich ihn hier als Präsidentschaftskandidaten. Sollen wir hier als dumm verkauft werden.
stifter3200, 19. 05. '09 12:16
Finanzminister kennt sich nicht aus
Und wieder ein Finanzminister der sich nicht auskennt. In den rund 3200 Stiftungen in Österreich sind maximal 100 Leute beschäftigt (mit Ausnahme der Stiftungsvorstände). In den Stiftungen werden nur Anteile an Firmen gehalten, aber keine Leute beschäftigt. Und die Gewinnanteile an den Firmen sind STEUERFREI!!!! Erst die Ausschüttung an Begünstigte wird besteuert. Und wer wohnt gratis in den Häusern die den Stiftungen gehören?
Es ist einfach nur traurig dass ein Finanzminister so wenig Ahnung von der Materie hat.
sidestep, 19. 05. '09 17:58
Re: Finanzminister kennt sich nicht aus
Lange habt ihr hier gebraucht um zu "überziehen" dass Politiker überhaupt nichts verstehen und völlig von Ihren sie beratenden Beamten abhängig sind. Das sage ich hier, seit es möglich ist, hier zu posten! Wenn wir eine "Beamtenregierung" hätten wäre es nicht andres als jetzt. Nur könnten wir uns die überzogenen Gehälter der Politiker sparen!
hary1965, 19. 05. '09 11:16
Es braucht Kräfte die etwas verstehen
sagt die ÖVP um die Krise zu bewältigen, nur der Finanzminister versteht leider nichts davon er sieht alles aus seiner agraischen und Pfündewesen Sicht, daher investiert er in Privilegien seines Klientel siehe Lehrer, er hat mit der Mietenstundung bewiesen das er überhaupt nichts versteht, ähnlich steht es mit den Kanzler, sie investieren in privilegierte Frühpensionen ab 50, siehe ÖBB, Hacklerregelung, Voest Telekom. Das alles wird die Zukunft der Jugend und jetzt bis 40 jährigen vernichten. Daher bereiten diese unfähigen Privilegienerhalter den Boden für Extreme Kräfte auf, die verzweifelte Jugend hat Zukunftsangst und das Gewicht des Kanzler oder Vizekanzler gegen die FPÖ ist ein Fliegengewicht, sie haben leider überhaupt kein Geicht außer physisches.
sidestep, 19. 05. '09 17:58
Re: Es braucht Kräfte die etwas verstehen
Lange habt ihr hier gebraucht um zu "überziehen" dass Politiker überhaupt nichts verstehen und völlig von Ihren sie beratenden Beamten abhängig sind. Das sage ich hier, seit es möglich ist, hier zu posten! Wenn wir eine "Beamtenregierung" hätten wäre es nicht andres als jetzt. Nur könnten wir uns die überzogenen Gehälter der Politiker sparen!