Bau des Brennertunnels abgesegnet: Italien
und Österreich unterzeichnen Vereinbarung
- Kosten von acht Milliarden Euro sollen geteilt werden
- Bures: "Ja zum umweltfreundlichen Güterverkehr"

Österreich, Italien und Deutschland haben in Rom das "Memorandum of Unterstanding" zum Ausbau der Brennerbahnlinie abgesegnet. Gemeinsame Ziele sind der Ausbau der Zufahrtslinien zum Brennerbasitunnel und die Synchronisierung der von den Staaten und Betreibergesellschaften der nationalen Bahnnetze geplanten Maßnahmen zur infrastrukturellen und technischen Entwicklung der Achse. Die Kosten von acht Milliarden Euro sollen zwischen Italien und Österreich geteilt werden.
"Dieses Memorandum ist ein Ja zum umweltfreundlichen, nachhaltigen und verträglichen Güterverkehr durch die Alpen", sagte Infrastrukturministerin Bures. "Mit der Unterzeichnung dieser gemeinsamen Erklärung von Rom sind wir so weit wie noch nie bei der Verwirklichung des Brennenbasistunnels, denn damit werden die gerade für Österreich so wichtigen verkehrspolitischen Rahmenbedingungen festgelegt. So stellen wir sicher, dass die Strecke auch genutzt wird und die geplante Entlastung für die Bevölkerung realisiert wird", sagte die Ministerin.
Ausbau der Brennerbahnlinie besiegelt
Unterzeichnet wurde das Dokument von Bures, dem italienischen Verkehrsminister Matteoli, seinem deutschen Amtskollegen Tiefensee, sowie von Antonio Tajani, Vizepräsident der EU-Kommission und Verkehrskommissar der EU sowie Koordinator Van Miert. Der Südtiroler Landeshauptmann Durnwalder, der Tiroler Landeshauptmann Platter und die Präsidenten der norditalienischen Provinzen Verona und Trient sowie Bayerns Regierungschef Seehofer unterzeichneten die Erklärung.
Fertigstellung für 2022 geplant
Auf die Unterzeichnung des Memorandums folgt nun die detaillierte Planung der südlichen Zugangslinien zum Brenner, die bis 2012 zum Beschuss des italienischen Ministerausschusses für die Wirtschaftsplanung und bis 2013 zum Start der Arbeiten am Basistunnel führt. Die Fertigstellung des Tunnels ist für 2022 geplant.
Die vier Milliarden Euro von österreichischer Seite für das Projekt, die bis 2014 budgetiert sind, sollen zu einem Drittel aus EU-Mitteln, zu einem weiteren Drittel aus Mauteinnahmen und zu einem Drittel vom Bund aufgebracht werden. Das italienische Parlament soll noch vor dem Sommer die Finanzierung des italienischen Anteils am Projekt absegnen. (apa/red)
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