Freitag, 15. Mai 2009

Brandgefahr bei 72.000 Notebook-Akkus:
Hewlett-Packard startet eine Rückrufaktion

  • Rechner von HP und Compaq sind davon betroffen
  • Neun Modelle betroffen - 2007 & 2008 ausgeliefert

Der Computerhersteller Hewlett-Packlard ruft tausende Notebook-Akkus zurück. Die entflammbaren Energiespeicher sind mit Rechnern der Marken HP und Compaq ausgeliefert worden. Entsprechender Ersatz wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Die zurückgerufenen Akkubatterien sollen gemäß den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen sachgerecht entsorgt werden, berichtet CNet.

Zwei separate Berichte informieren über HP-Akkumulatoren, die aufgrund von Überhitzung zerborsten waren. Laut der Consumer-Product-Safety-Commission zog die entstehende Stichflamme zwar kleinere Sachschäden nach sich, Menschen seien jedoch nicht verletzt worden. Insgesamt sind schadhafte Batterien in neun Modelle eingebaut worden, die zwischen August 2007 und März 2008 weltweit ausgeliefert wurden. Mit HP Pavillion ist auch eine der meistverkauften Laptopserien betroffen.

Rückgabe beim Händler nicht möglich
Schätzungen zufolge kann für etwa 72.000 Akkumulatoren keine Funktionsgarantie gegeben werden. Die Computer waren zwischen 500 und 3.000 Dollar verkauft worden, problematische Akkus wurden jedoch auch separat vertrieben. HP hat eine Website http://www.hp.com/support/BatteryReplacement eingerichtet, um einen zügigen Umtausch weltweit zu ermöglichen. Eine Rückgabe über lizensierte Händler ist hingegen nicht möglich, heißt es aus der Konzernzentrale in Palo Alto.

Nicht der erste Rückruf
HP hat in den Vereinigten Staaten erst kürzlich seine neue Akkugeneration Enviro vorgestellt. Die Speicherkapazität dieser neuartigen Lithium-Ionen-Batterie soll über drei Jahre lang konstant bleiben. Dass auch der momentan weltgrößte Computerhersteller nicht vor fehlerhaften Produktkomponenten gefeit ist, beweist eine lange Vorgeschichte an Batterierückholaktionen. Schon in den Jahren 2005, 2006 und 2008 waren schadhafte Akkus vom Markt genommen worden. Sony stand dem mit 100.000 zurückgerufenen Batterien im Jahr 2006 um nichts nach. Davon war auch der Hersteller Dell betroffen. Laut Angaben von IBM führte Lenovo mit 205.000 Stück im Jahr 2007 die größte Rückholaktion vergangener Jahre durch.

(pte/red)

Quelle: Pressetext

15.5.2009 13:21