Kündigungswelle beim Panzer-Bauer: Steyr- Daimler-Puch wirft 120 Mitarbeiter raus
- Damit wird über ein Viertel der Belegschaft abgebaut
- SFF ging zuletzt bei vielen Großaufträgen leer aus
Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeuge (SSF) hat 120 der 450 Mitarbeiter in ihrer Panzerfabrik in Wien-Simmering beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet. Das Unternehmen in Wien-Simmering gehört zu 100 Prozent dem US-Rüstungskonzern General Dynamics. Steyr SSF war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Der österreichische Traditionsbetrieb war in den vergangenen Monaten bei mehreren Ausschreibungen für Großaufträge leer ausgegangen. Ein bereits fixierter Auftrag der tschechischen Armee mit einem Volumen von rund 800 Millionen Euro wurde auf Druck des tschechischen Verteidigungsministeriums halbiert. In Slowenien, wo sich Steyr SSF ebenfalls um einen Radpanzer-Großauftrag beworben hatte, machte der finnische Steyr-Konkurrent Patria das Rennen. Jetzt ermittelt die slowenische Justiz deswegen gegen finnische Manager wegen des Verdachts auf Bestechung, berichtet der "Kurier".
Zuletzt konnte der Wiener Rüstungsproduzent nicht einmal das österreichische Bundesheer von seinem Angebot überzeugen. Den Auftrag über 150 Mehrzweckfahrzeuge im Wert von 104 Millionen Euro erhielt der italienische Konkurrent IVECO.
(apa/red)

