Freitag, 15. Mai 2009

Inflation befindet sich weiter im Sinkflug:
Teuerung im April auf 0,7 % abgeschwächt

  • Billige Treibstoffe und Heizöl stabilisieren die Preise
  • Inflationsrate sinkt auch in der Europäischen Union

Die Inflation ist im April in Österreich weiter zurückgegangen. Nach Berechnung der Statistik Austria betrug die Teuerungsrate 0,7 Prozent im Jahresabstand, nach 0,8 Prozent im März und noch 1,3 Prozent im Februar. Ohne die starken Verbilligungen bei Treibstoffen und Heizöl hätte der VPI-Anstieg allerdings 2,0 Prozent betragen. Hauptpreistreiber waren die Kosten für die Instandhaltung von Wohnungen. Im Monatsabstand erhöhte sich das Preisniveau in Österreich um 0,2 Prozent.

Der für die Euro-Zone errechnete harmonisierte Preisindex (HVPI) Österreichs lag im April um 0,5 Prozent höher als ein Jahr davor, nach +0,6 Prozent im März. Der Preisindex für Pensionisten-Haushalte legte mit 1,1 (1,2) Prozent erneut stärker zu als der allgemeine VPI; zum Vormonat stieg der Pensionisten-Preisindex ebenfalls 0,2 Prozent.´

Inflation sinkt auch in der EU
Die Inflationsrate in der Europäischen Union ist vor allem wegen der niedrigeren Ölpreise weiter gesunken. Nach 1,3 Prozent im März verteuerten sich Produkte und Dienstleistungen in der Gemeinschaft im April noch um durchschnittlich 1,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. In Ländern mit dem Euro lag die Inflation unverändert bei 0,6 Prozent.

Die Teuerung veränderte sich innerhalb eines Jahres rasant: Vor einem Jahr lag sie in der EU insgesamt noch bei 3,6 Prozent und in der Eurozone bei 3,3 Prozent. War die Europäische Zentralbank im vergangenen Jahr noch über die Entwicklung besorgt, liegt der heutige Wert von 0,6 Prozent deutlich unter dem angepeilten Wert von knapp unter 2 Prozent. In Irland, Spanien, Luxemburg und Portugal gingen die Preise sogar leicht zurück.
(apa/red)

15.5.2009 15:37