Freitag, 15. Mai 2009

Krise beschert uns ein "grindiges Quartal":
Heimische Wirtschaft um 2,8 % geschrumpft

  • Wifo-Chef Aiginger von starkem Einbruch überrascht
  • Hinweise auf eine Abschwächung des Abwärtstrends
    IHRE MEINUNG: Ist das Schlimmste überstanden?

Die ersten Monate des Krisenjahres 2009 liegen hinter uns - und die Quartalsbilanz ist wahrlich furchteinflößend: Es war "das grindige Quartal, das wir erwartet haben", beklagt Karl Aiginger, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo. Eine ähnlich deutliche Sprache sprechen die vom Wifo errechneten Zahlen: Wegen der Wirtschaftskrise ist in Österreich das Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal um ganze 2,8 Prozent eingebrochen. Immerhin - es hätte noch schlimmer kommen können.

Experten der Bank Austria hatten zuletzt nämlich annualisiert sogar einen Rückgang des BIP um 6,4 Prozent prognostiziert. Und auch der Vergleich mit Deutschland gibt Hoffnung: Der Haupthandelspartner musste einen noch stärkeren Einbruch hinnehmen, im 1. Quartal schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahresabstand um 6,7 Prozent.

In Österreich knickte das BIP gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent, im Jahresabstand real sogar um 3,6 Prozent ein. Die Vertrauensindikatoren und einige Sonderfaktoren würden jedoch auf eine Abschwächung des Abwärtstrends im laufenden 2. Quartal hindeuten, erklärte das Wifo.

Erwarteter Rückgang
Zur Wirtschaftsentwicklung im ersten Vierteljahr meinte Wifo-Chef Karl Aiginger, der Einbruch sei für ihn "wie erwartet sehr stark, fast noch stärker als erwartet" gewesen.

Aigingers Worten zufolge war die Entwicklung durch einige Sonderfaktoren verstärkt: durch das Wetter, die frühen Ostern, die Auto-Verschrottungsprämien erst ab April - was dazu geführt habe, dass die Autoverkäufe im März stark zurückgegangen seien - und die Tatsache, dass die Steuerauszahlungen aus der Steuerreform statt wie geplant im Jänner erst im Mai erfolgt seien.

Kleinerer Österreich-Bonus
Für das 2. Quartal erwartet Aiginger, dass der Rückgang der heimischen Wirtschaft deutlich geringer ausfällt: "Wir sehen auch grüne Sprossen, bei den Erwartungen, bei den Sportartikeln, den Autokäufen im April. Aber wir wissen, grüne Sprossen können durch die Eisheiligen oder die Schafskälte noch einmal eingefroren werden."

Es gebe zwar noch einen "Österreich-Bonus", den müsse man aber "schon deutlich suchen - er ist kleiner geworden". Die Konjunkturpakete, die es bereits gibt, müssten schneller und entschlossener durchgeführt werden als es derzeit der Fall sei.
(apa/red)

15.5.2009 11:25
antikapitalist, 15. 05. '09 12:51
SO EIN SCHMARRN...
...diese perverse panikmache!!!das es nicht immer nur aufwärts und aufwärts gehen kann ist doch ganz logisch!!!wo ist denn die ganze kohle der hochkonjuktur hingekommen? aus lauter gier um immer mehr und mehr abzusahnen haben diese verrückten gierigen blödmänner das geld das wir jetzt bräuchten einfach nur verzockt und gestohlen!!!ab in häfen mit diesen verbrechern!!!