Magere Zeiten für Österreichs Geschäfte:
Einzelhandel beklagt einen Umsatzrückgang
- Reelles Minus in ersten Monaten 2009 betrug 4,1 %
- Steuerreform könnte die Jahresbilanz aber retten

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Der österreichische Einzelhandel hat im ersten Quartal ein sattes Minus hinnehmen müssen. Die Umsätze sanken im Jahresvergleich real um 4,1 Prozent und nominell um 2 Prozent, sagte der stellvertretende Direktor der KMU Forschung Austria, Peter Voithofer. Das letzte Mal wurde ein Rückgang in diesem Ausmaß vor sechs oder sieben Jahren gemessen.
Die Krise allein sei an diesem Ergebnis aber nicht schuld. In den ersten drei Monaten habe es heuer im Vergleich zum Vorjahr einen Einkaufstag weniger gegeben und Ostern sei heuer erst im April gewesen. Im Gesamtjahr soll sich trotz der aktuellen Entwicklung ein "kleines Plus" ausgehen, hofft der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Erich Lemler. Der Zuwachs werde im "Null-Komma-Bereich" liegen, aber dies sei in Zeiten wie diesen "ein Erfolg".
Vor allem die Steuerreform und die hohen Lohnabschlüsse des Vorjahres sollen zum positiven Ergebnis beitragen, erwartet der Handelsobmann. Auch die Umsätze im April stimmen Lemler positiv. Es gebe keine Branche mit einer negativen Entwicklung. Am stärksten gewachsen seien aufgrund von Ostern und dem schönen Wetter die Spielwaren- und Modebranche. Insgesamt sei der Einzelhandel "relativ stabil", sagte Voithofer.
Nominell am besten abgeschnitten hat im ersten Quartal der Sportartikelhandel. Wegen des schneereichen Winters legten die Umsätze im Jahresvergleich um 1,3 Prozent zu, gefolgt vom Lebensmittelhandel (+0,4 Prozent) und dem sonstigen Einzelhandel (+0,3 Prozent). Die größten Verlierer waren der Lederwarenhandel (-6,2 Prozent), der Schuhhandel (-8,3 Prozent) und der Spielwarenhandel (-12,0 Prozent).
(apa/red)

