Bank Austria ist zurück in der Gewinnzone:
Überschuss betrug im 1. Quartal 547 Mio.
- Bank Austria-Mutter UniCredit bilanzierte schlechter
- Telekom erlitt im gleichen Zeitraum Gewinneinbruch

·Pröll glaubt an den
Erfolg der Maßnahmen
EU-Schritte zur Belebung
der Konjunktur verteidigt
·Erste Bank gelingt
Schritt aus der Krise
Im ersten Quartal 232
Mio. Gewinn gemeldet
Für Österreichs Banken geht es wieder bergauf. Nach der Ersten Bank meldet nun auch die zur UniCredit gehörende Bank Austria im ersten Quartal einen Nettogewinn von 547 Millionen Euro. Damit hat die Bank nicht nur das verlustreiche letzte Quartal überwunden, sondern sogar den Überschuss der ersten Monate 2008 um 35 Prozent übertroffen.
Von einem derartigen Erfolg kann die Telekom Austria hingegen nur träumen: Im ersten Quartal 2009 musste das Unternehmen einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen.
Der Nettoüberschuss der Telekom Austria sank gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 34,2 Prozent auf 85,3 Mio. Euro, der Gewinn je Aktie sank im gleichen Ausmaß von 0,29 auf 0,19 Euro. Der Umsatz ging um 5 Prozent auf 1,197 Mrd. Euro zurück, wie das Unternehmen heute, Mittwoch, ad hoc mitteilte.
"Der Umsatzrückgang war im 1. Quartal 2009 hauptsächlich durch geringere Erlöse im Festnetz aufgrund niedrigerer Wholesale-Erlöse und dem Verkauf von Tochterunternehmen bedingt", erläuterte TA-Vorstandschef Hannes Ametsreiter. Für das laufende Jahr rechne man mit einem leicht schwächeren Umsatz als ursprünglich erwartet, andererseits werde man auch die Kosten entsprechend reduzieren.
Quartalsergebnisse gab es auch von der Mailänder UniCredit-Gruppe, der die Bank Austria angehört: Der Nettogewinn der Gruppe belief sich auf 447 Mio. Euro. In der Bank Austria gab es in den ersten drei Monaten 2009 viel höhere Kreditirisikokosten als im Vorjahresquartal. Wegen der Rezession sind die Risikokosten auf 446 Mio. Euro mehr als verdoppelt worden.
(apa/red)

