Rezeptgebühren-Obergrenze zahlt sich aus:
Fast 395.000 erhielten Geld teilweise zurück
- Rund 70 Millionen Euro an Gebühren bisher erspart
- Auch Beamte und Bauern ziehen Vorteil aus Limit

·Österreich muss an Gesundheit arbeiten
Krankenstandsdauer ist auf 12,5 Tage gestiegen
·Ärzte rebellieren gegen Sparkonzept
Vizechef Wawrowsky:
"Wir daheben das nicht"
Zahlreiche Österreicher haben bisher von der Rezeptgebühren-Limit profitiert. Rund 395.000 Versicherte, die im Vorjahr die Rezeptgebührenobergrenze von zwei Prozent des jährlichen Nettoeinkommens überschritten haben, bekamen 2008 auch einen Teil ihrer Behandlungsbeiträge zurückerstattet.
Insgesamt mussten rund 70 Mio. Euro an Gebühren nicht gezahlt werden, wie der ORF berichtete. Am meisten Nutzen aus dieser Regelung zogen die Versicherten in Niederösterreich, Wien, Oberösterreich und der Steiermark.
Aber auch Bauern, Gewerbetreibende und Beamte profitieren von der Obergrenze. Insgesamt wird die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) ab 26. Mai 2009 eine Summe von mehr als 1,1 Millionen Euro an Behandlungsbeiträgen zurückzahlen. Mehr als 10.000 Versicherte werden damit gestaffelt nach Höhe der geleisteten Beiträge einen Teil davon zurückerhalten. "Damit sollen sozial Schwächere geschützt und eine neue soziale Gerechtigkeit bei den Behandlungsbeiträgen eingeführt werden", erklärte VAEB-Obmann Gottfried Winkler die Initiative. (apa/red)

