Donnerstag, 14. Mai 2009

Die AUA gehört ab sofort den Deutschen:
Lufthansa übernimmt 85 Prozent der Anteile

  • Der Großteil der Aktionäre nahm das Kaufangebot an
  • EU-Kommission muss in Kartellverfahren zustimmen

Die Lufthansa ist nun auch offiziell bei der AUA gelandet: Die deutsche Fluglinie bestätigt den Kauf von mehr als 85 Prozent der Aktien. Möglich war dieser Erwerb, da ein Großteil der Austrian-Aktionäre auf das Lufthansa-Angebot eingestiegen sind. Die erworbenen Anteile entsprächen insgesamt sogar 88,1 Prozent der Stimmrechte bei AUA.

Die Annahmefrist für das Angebot in Höhe von 4,49 Euro je Aktie endete am Montagabend. Bereits am Dienstag war klar, dass die größte deutsche Fluglinie auf die von ihr geforderte Annahmequote von über 75 Prozent kommt. Die restlichen Aktionäre haben innerhalb einer dreimonatigen Nachfrist Gelegenheit das Angebot der Lufthansa anzunehmen. Ab einem Anteil von 90 Prozent kann die Lufthansa ein Zwangsabfindung einleiten. Ziel ist es, die AUA von der Börse zu nehmen.

Der Erfolg der Übernahme hängt allerdings noch von der positiven Entscheidung der EU-Kommission ab. Die EU nimmt den geplanten Staatszuschuss in Höhe von 500 Millionen Euro, mit dem der milliardenschwere Schuldenstand reduziert werden soll, unter die Lupe. Zudem steht die Entscheidung der Wettbewerbshüter im Kartellverfahren noch aus. Beide Genehmigungen müssen vor Ende Juli fallen, sonst droht der Deal noch zu platzen.

(apa/red)

14.5.2009 10:34
mahuber, 12. 05. '09 16:17
besser zu spät als gar nicht
rehulka und bammer (wer die herren des proporzes an der aua-spitze noch kennt) und daraufhin soerensen haben es offen gesagt: die aua braucht einen partner.
seit über 20 jahren ist das klar. seit über 10 jahren ist die aua via joint-venture mit der lufthansa verbandelt (zubringer aus osteuropa), die lufthansa kennt seit diesen tagen die exakten zahlen einer braut die weder jungfrau noch je für jemand anderen vorgesehen war...
dass die politik so lange gebraucht hat das zu begreifen (die stand-alone-variante war keine erfindung des viel geprügelten ötsch, der in der luftfahrtbranche nichtsdestotrotz eine fehlbesetzung ebenjener politik war)
mahuber, 12. 05. '09 16:17
..
kostet den steuerzahler nicht nur 500mio schuldenabbau, sondern natürlich auch die steuern die eine profitable aua seit jahren leisten würde....
der kleinkarierte sozial- und wirtschaftsnationale antieuropapopulismus dessen sich viele politiker befleissigen (faymann, erich haider, strache usw.....) trägt die schuld daran dass ein einigermaßen vernünftiger wirtschaftspolitiker die aua nicht dem bestbieter verkauft hat als sie noch war wofür sie mancher heute noch hält: eine herzeigbare airline
ps.: dass sich ausgerechnet der herr lauda, an dessen schulden sich die aua bei der alternativlosen übernahme der lauda air fast verschluckt hätte, den wettbewerbshüter spielen möchte, entbehrt nicht einer gewissen weiteren komik...