Die AUA gehört ab sofort den Deutschen:
Lufthansa übernimmt 85 Prozent der Anteile
- Der Großteil der Aktionäre nahm das Kaufangebot an
- EU-Kommission muss in Kartellverfahren zustimmen

·AUA legt holprigen
Start ins neue Jahr hin
Fluglinie im ersten Quartal
mit 88,1 Mio. im Minus
·Die Regierung fliegt um die ganze Welt
18 Millionen Euro für Flugtickets seit 2007
Die Lufthansa ist nun auch offiziell bei der AUA gelandet: Die deutsche Fluglinie bestätigt den Kauf von mehr als 85 Prozent der Aktien. Möglich war dieser Erwerb, da ein Großteil der Austrian-Aktionäre auf das Lufthansa-Angebot eingestiegen sind. Die erworbenen Anteile entsprächen insgesamt sogar 88,1 Prozent der Stimmrechte bei AUA.
Die Annahmefrist für das Angebot in Höhe von 4,49 Euro je Aktie endete am Montagabend. Bereits am Dienstag war klar, dass die größte deutsche Fluglinie auf die von ihr geforderte Annahmequote von über 75 Prozent kommt. Die restlichen Aktionäre haben innerhalb einer dreimonatigen Nachfrist Gelegenheit das Angebot der Lufthansa anzunehmen. Ab einem Anteil von 90 Prozent kann die Lufthansa ein Zwangsabfindung einleiten. Ziel ist es, die AUA von der Börse zu nehmen.
Der Erfolg der Übernahme hängt allerdings noch von der positiven Entscheidung der EU-Kommission ab. Die EU nimmt den geplanten Staatszuschuss in Höhe von 500 Millionen Euro, mit dem der milliardenschwere Schuldenstand reduziert werden soll, unter die Lupe. Zudem steht die Entscheidung der Wettbewerbshüter im Kartellverfahren noch aus. Beide Genehmigungen müssen vor Ende Juli fallen, sonst droht der Deal noch zu platzen.
(apa/red)

