Red Bull Salzburg feiert Titel: Meisterschaft Startschuss für Mission Champions League
- Nächste Saison soll internationaler Erfolg gelingen
- Salzburger feiern nach Rapid-Pleite mit "Maß & Ziel"
Entscheidung: "Vielen herzlichen Dank nach Ried"

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nur ein Etappenziel
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Der neue österreichische Meister heißt Red Bull Salzburg. Die Salzburger profitierten zum Abschluss der 34. Bundesliga-Runde von einer 0:3-Niederlage von Titelverteidiger Rapid in Ried. Der Favorit ist damit bei sieben Punkten Vorsprung zwei Runden vor Schluss nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Für Salzburg ist es der insgesamt fünfte Meistertitel, der zweite der Ära Red Bull nach 2007. Die Meisterfeier findet am Pfingstsonntag statt: Zunächst beim Spiel gegen Altach, danach am Salzburger Mozartplatz.
Die Spieler von Red Bull, die bereits am Samstag ihre Pflicht mit einem 2:1-Heimsieg gegen den LASK erfüllt hatten, waren nach dem Bekanntwerden der 3:0-Pausenführung der Rieder nach und nach im VIP-Bereich des Heimstadions in Wals-Siezenheim eingetroffen, um sich die zweite Hälfte gemeinsam mit mehreren hundert Fans anzuschauen. Toptorjäger Marc Janko war direkt aus dem Freibad gekommen.
"Vielen herzlichen Dank nach Ried"
"Wir haben es insgeheim gehofft, dass sich auch Rapid in Ried schwertut", erklärte Salzburg-Kapitän Alexander Zickler. "Vielen herzlichen Dank nach Ried für diese großartige Leistung. Wir sind überglücklich." Der ehemalige Ried-Trainer und nunmehrige Salzburg-Sportdirektor Heinz Hochhauser kündigte sogar an, seine ehemaligen Schützlinge als Dank für die Schützenhilfe im Titelrennen zu einem großen Abendessen einzuladen.
Spitzen-Stimmung in Salzburg
Dass der Meistertitel nicht auf dem Rasen, sondern einen Tag nach dem LASK-Spiel gefeiert wurde, tat der Stimmung keinen Abbruch. "Es ist besser so als zu spielen und nicht Meister zu werden", meinte Janko, der die Bullen mit bisher 39 Toren in 34 Runden zum Titel geschossen hatte. Der 25-Jährige jagt damit in den ausständigen beiden Runden den Bundesliga-Torrekord von Hans Krankl (41) sowie den "Goldenen Schuh" für Europas besten Torschützen.
Feiern mit "Maß und Ziel"
"Gefeiert wird daher nur mit Maß und Ziel. Natürlich möchte ich auch noch meine weiteren Ziele erreichen", sagte Janko. Für den Stürmerstar war sein zweiter Meistertitel ein besonders wichtiger. "Es ist ein schönes Erlebnis, denn beim letzten Meistertitel habe ich nicht so viel beitragen können", erinnerte Janko. Der Torjäger war in der Saison 2006/07 unter Giovanni Trapattoni wegen einer schweren Knöchelverletzung nur zu acht Einsätzen gekommen.
Co Adriaanse muss trotzdem gehen
Der aktuelle Trainer Co Adriaanse muss Salzburg trotz des Meistertitels mit Saisonende verlassen und seinem niederländischen Landsmann Huub Stevens Platz machen. Dieser soll Red Bull erstmals in die Champions League führen. "Der nächste Schritt sollte sein, dass man einem Trainer wirklich Zeit gibt, eine Mannschaft zu formen - zwei oder drei Jahre", meinte Routinier Rene Aufhauser. "Dann können wir auch international unsere Ziele erreichen."
Neuer Anlauf für Champions League
Bisher waren die Bullen ihren hohen Ansprüchen international noch nicht gerecht geworden. 2006 und 2007 scheiterte der Budget-Krösus der Liga jeweils in der dritten und letzten Qualifikationsrunde der Champions League, im Sommer folgt ein weiterer Anlauf. Österreichs Meister muss nach der Quali-Reform 2009 in der zweiten von drei Runden einsteigen, die Gegner scheinen der Papierform nach aber sogar lösbarer als jene in den vergangenen Jahren.
Adriaanse: "Bin sehr froh"
Salzburg-Trainer Co Adriaanse hat sich nach dem fixierten Meistertitel ebenso erleichtert wie zufrieden gezeigt. "Ich bin etwas überrascht, denn ich habe nicht erwartet, dass Ried Rapid schlägt. Aber ich bin sehr froh, dass wir es jetzt schon geschafft haben", erklärte der Niederländer. "Ich freue mich für die Spieler. Der Meisterschaft ist eine große Leistung, denn wir haben auch viele Verletzte gehabt. Jetzt können wir in Ruhe die beiden ausständigen Spiele absolvieren."
Seine persönliche Zukunft ließ Adriaanse, dessen Abgang aus Salzburg bereits seit Anfang April feststeht, offen. "Ich werde das alles auf mich zukommen lassen", sagte der 61-Jährige, der 2006 bereits den FC Porto zum Meistertitel geführt hatte und wenige Monate später zurückgetreten war. Sein Einjahresvertrag in Salzburg wurde trotz des Titels nicht verlängert. Von den Fans habe er aber durchaus positive Rückmeldungen für seine Arbeit erhalten. "Viele Leute haben mir gratuliert", betonte Adriaanse.
(apa/red)
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