Rossi heiß auf zweiten Saisonsieg: Duell
mit Stoner geht in Le Mans in neue Runde
- Rossi posaunt: "Ich komme voller Selbstvertrauen"
- Plus: Ranseder will erstmals die Zielflagge sehen

Weltmeister Valentino Rossi peilt im Motorrad-WM-Lauf von Le Mans den zweiten MotoGP-Coup der laufenden Saison an. Der Italiener, der auf der traditionsreichen Strecke in Frankreich im Vorjahr triumphierte, hat heuer bereits einen Sieg in Jerez sowie zwei zweite Plätze in Japan und Katar zu Buche stehen: "Die Strecke hier war für Yamaha schon immer recht gut. Auch 2008 lief es ausgezeichnet, ich komme also voller Selbstvertrauen", sagte der achtfache Weltmeister.
Der erste Verfolger Rossis in der WM-Wertung, der Australier Casey Stoner, zuletzt Dritter in Spanien, gab sich vergleichsweise zurückhaltend. "Das hier ist eine ziemlich schwierige Strecke für mich. Wir hatten schon viele Möglichkeiten hier auf das Podium zu fahren, haben aber noch nie das Ergebnis geholt, welches wir wollten. Es sieht immer so aus, als wäre ich hier schnell. Aber wenn der Renntag kommt, haben wir nicht alles beisammen", erinnerte der Weltmeister von 2007 an seine Schwierigkeiten. Dennoch: "Dieses Jahr sind wir zuversichtlich, dass wir konkurrenzfähig sein werden. Das Ergebnis von Jerez hat das schon bestätigt."
Neben dem zu erwartendem Kampf zwischen Stoner und Rossi wird das Interesse auch auf Lokalmatador Randy de Puniet gerichtet sein. "Das Rennen in Spanien hat mir noch mal einen wichtigen Schub für meinen Heim-Grand Prix gegeben", sagte der Honda-Pilot. "Aber trotzdem starten wir hier wieder bei Null. Wir sind besser geworden mit den Reifen und wollen bei jedem Rennen unser Setup verbessern."
Ranseder will endlich ankommen
In der Klasse bis 125 ccm greift auch der Oberösterreicher Michael Ranseder wieder ins Geschehen ein. Der von technischen Problemen gebeutelte 23-Jährige hofft im vierten Saisonrennen, erstmals die Zielflagge zu sehen. "Die Pause nach Jerez hat uns allen gut getan", sagte der Haojue-Pilot. "Einfach wird es aber für uns an diesem Wochenende bestimmt wieder nicht. Zumal Le Mans auch völliges Neuland für uns ist. Auf alle Fälle will ich aber endlich einmal einen Grand Prix zu Ende fahren. Vielleicht hilft uns auch der neue Zeitplan weiter, da ab diesem Wochenende für alle Klassen die Trainingszeit am Freitag auf eine Stunde erweitert wird. Je mehr Streckenzeit und gefahrene Kilometer umso besser für uns."
(apa/red)
