Denis Mentschow holt die fünfte Etappe:
Russischer Sieg zum 100. Giro-Geburtstag
- Lance Armstrong fällt im Schlussanstieg zurück
- Danilo di Luca übernimmt Führung im Klassement
·Petacchi strampelt sich ins Rosa Trikot
Mit zweitem Tagessieg
zur Giro-Gesamtführung
·Columbia siegt beim Mannschaftszeitfahren
Erste Giro-Etappe. Team von Rohregger Zehnter
·Ergebnisse des
Giro d'Italia 2009
Etappen-Klassement
und die Gesamtwertung
·Ein Tag im Leben von Thomas Rohregger
VIDEO: Österreicher über Tagesablauf beim Giro
·GRAFIK: So verläuft der Jubiläums-Giro
Zwei der Etappen führen auch durch Österreich

Zwei Gewinner großer Radrundfahrten sind am 100. Geburtstag des Giro d'Italia in 1.844 Meter Höhe auf das Siegespodest geklettert. Der Italiener Danilo du Luca, Giro-Sieger von 2007, streifte nach der 5. Etappe von San Martino Castrozza auf die Seiseralm (125 km) das Rosa Trikot des Spitzenreiters über, als Tagessieger durfte der Ex-Vuelta-Gewinner Denis Mentschow aus Russland jubeln. Der Tiroler Thomas Rohregger musste bei seinem Debüt die Besten fünf Kilometer vor dem Ziel ziehen lassen und belegte mit 2:05 MInuten Rückstand Rang 27. In der Gesamtwertung ist der Milram-Kapitän vor der Fahrt ins Zillertal mit 3:15 Minuten Rückstand 18.
Nach seinem Sieg am Vortag in San Martino fuhr Di Luca auch zur zweiten von insgesamt fünf Bergankünften stets ganz vorne, wurde Zweiter und führt die Gesamtwertung mit fünf Sekunden Vorsprung auf Thomas Lövkvist an. Der Schwede wehrte sich im Trikot des Gesamtführenden als Tages-Dritter tapfer, verlor aber auf den letzten Metern einige Sekunden auf Di Luca. Mentschow verbesserte sich auf den fünften Gesamtrang (0:50 zurück).
Topfavorit Ivan Basso (Sieger 2006) hatte mit seinem Team Liquigas bis kurz vor dem Ziel das Geschehen bestimmt. Zunächst jagten seine Kollegen erfolgreich einer sechsköpfigen Spitzengruppe hinterher, fuhren den 24,9 km langen Schlussanstieg mit so hohem Tempo, dass das Feld immer kleiner wurde. Im Finale übernahm Basso selbst das Kommando, doch auf dem letzten Kilometer verhinderten die explosiveren Fahrer der sechsköpfigen Spitzengruppe seinen Erfolg, er wurde Vierter. Der Zweite der Tour de France 2005 bleibt als Gesamt-Sechster (+1:06) aber im Rennen um den Gesamtsieg.
Armstrong fehlt die Topform
Lance Armstrong musste in seiner ersten Rundfahrt nach dem Comeback nach dreijähriger Pause wie am Vortag erkennen, dass ihm nach dem Schlüsselbeinbruch noch einiges auf die Topform fehlt. Er fiel rund sechs Kilometer vor dem Ziel zurück, büßte als 35. 2:58 Minuten ein und ist vor seinem erstmaligen Antreten in Österreich Gesamt-22. (3:34). Damit ist Levi Leipheimer (USA) als Vierter ((0:43) vor der sechsten Etappe am Donnerstag nach Mayrhofen im Zillertal (Ankunft ca. 17.00 Uhr) der alleinige Astana-Kapitän.
Besser hielt sich Rohregger. Der 26-Jährige ließ nicht nur den Rekord-Gewinner der Tour de France, sondern auch einige Giro-Sieger vergangener Jahre, etwa Damiano Cunego (32./Sieger 2004) und Stefano Garzelli (55./2000), hinter sich. Nach kleineren Problemen in der früheren Phase fühlte sich der Gewinner der Österreich-Rundfahrt 2008 im Schlussanstieg sehr stark.
Rohregger zufrieden
Doch fünf Kilometer vor dem Ziel musste auch er dem Tempodiktat des Basso-Rennstalls Tribut zollen. "Das war zu schnell für mich, da musste ich zurückschalten, denn wenn man einmal überdreht, dann kann es vorbei sein", erklärte Kramsacher. "Ich bin aber sehr zufrieden mit meiner Leistung."
Mentschow hatte im Vorjahr den dritten Gesamtrang der Tour de France von Bernhard Kohl übernommen, nachdem dieser des Dopings überführt worden war. Doch auch auf dem Rabobank-Kapitän lastet ein Schatten. Er steht im Verdacht, einer der Sportler zu sein, die in dem Räumen der Wiener Firma Humanplasma Blutdoping betrieben haben. Mentschow hat dies allerdings strikt in Abrede gestellt.
(apa/red)
