Das schmeckt Melzer und Co. gar nicht:
Österreich muss im Davis-Cup nach Chile
- Enthusiastisches Publikum und Gonzalez warten
- Für ÖTV geht es um Klassenerhalt in der Tennis-Elite

Für Österreichs Tennis-Herren heißt es Koffer packen. Es geht ab nach Chile. Und die Kopfweh-Tabletten nehmen Jürgen Melzer und Co. am besten gleich mit. Denn bei der Reise nach Südamerika scheinen Beschwerden und ein Brummschädel vorprogrammiert. Das ÖTV-Team muss im Davis-Cup-Weltgruppen-Play-off in Chile um den Klassenerhalt in der Weltelite kämpfen.
Auf die Truppe von Gilbert Schaller wird neben einem als enthusiastisch bekannten Publikum u.a. Fernando Gonzalez, die aktuelle Nummer 12 der Welt und Olympia-Bronzegewinner von Peking, warten. Ein echtes Hammerlos!
"Wenn man das mit den anderen Losen vergleicht, ist das sicher das schwerste", stöhnt non-playing-captain Gilbert Schaller über jenen Gegner, den man eigentlich so gar nicht haben wollte. "Das ist der unangenehmste Gegner". Man spielt auswärts und noch dazu in einem südamerikanischen Land, wo die Stimmung immer aufgeheizt ist.
Gegen den Abstieg
Nervenstärke ist also gefragt, will man gegen Weltklassespieler wie Gonzalez bestehen. Österreichs Tennis-Stars werden es jedenfalls nicht leicht haben, den erstmaligen Abstieg in die zweite Leistungsklasse seit 2003 zu verhindern.
Auch für die Planung der Spieler ist die weite Reise nach Südamerika ein paar Wochen nach den US Open sehr unangenehm. Schaller will sich spätestens bei den French Open in Paris mit den Spielern zusammensetzen, um einen Plan zu erstellen. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Österreicher auf Sand empfangen werden.
Beim Suchen im Archiv findet man zwei Begegnungen Österreich gegen Chile, da diese aber mit 1952 und 1959 so lange zurückliegen, wurde neben dem Gegner in London auch das Heimrecht verlost. Doppeltes Pech also.
Davis Cup - Weltgruppen-Play-off:
Chile - Österreich
Belgien - Ukraine
Brasilien - Ecuador
Niederlande - Frankreich
Südafrika - Indien
Serbien - Usbekistan
Schweden - Rumänien
Italien - Schweiz
(red)
