Freitag, 15. Mai 2009

Mandela & Clinton erheben Stimme für Suu Kyi: Politikerin in Burmas Foltergefängnis

  • US-Bürger soll unerlaubt bei ihr zu Gast gewesen sein
  • Nobelpreisträgerin seit vielen Jahren unter Hausarrest

Burmas Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist überraschend ins berüchtigten Insein-Gefängnis gebracht und vor Gericht gestellt worden. Grund ist der mysteriöse Besuch eines Amerikaners, der vergangene Woche in ihrem Haus war und beim Zurückschwimmen im Inya-See verhaftet wurde. Damit habe sie die Bestimmungen ihres Hausarrests verletzt, so die Anklage.

Prominente Forderungen nach Freilassung Suu Kyis =

London (APA/ag.) - Nach der Inhaftierung der burmesischen Oppositionsführerin Suu Kyi hat sich eine Gruppe prominenter Persönlichkeiten für ihre Freilassung eingesetzt, mit Bischof Desmond Tutu befindet sich darunter auch ein weiterer Friedensnobelpreisträger. US-Außenministerin Clinton sagte, sie sei "tief beunruhigt" über die Anklage wegen "unbegründeter Verbrechen".

Suu Kyi war gestern in das berüchtigte Insein-Gefängnis gebracht worden. Die Militärregierung wirft der seit Jahren unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin vor, unerlaubt Besuch empfangen zu haben. Die burmesische Oppositionsführerin war am Donnerstag verhaftet worden, nachdem ein US-Bürger sich in ihrem Haus aufgehalten hatte. Ab kommenden Montag soll sie sich wegen Missachtung ihrer Hausarrest-Auflagen vor Gericht verantworten.

Suu Kyi müsse sofort freigelassen werden, forderte der vom früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela 2007 gegründete sogenannte Ältestenrat am Donnerstag. Die Entscheidung der burmesischen Militärjunta, die 63-Jährige wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Auflagen ihres Hausarrestes anzuklagen, sei absurd, kritisierte Ältestenrats-Mitglied Desmond Tutu. Suu Kyi ist Ehrenmitglied des Ältestenrates, zu dem unter anderem der frühere US-Präsident Carter und Ex-UNO-Generalsekretär Annan gehören.

(apa/red)

15.5.2009 09:48