Dienstag, 12. Mai 2009

Neue Grippe breitet sich in USA rasant aus: Knapp 300 Neuinfektionen an nur einem Tag

  • Mexiko: Rund 23.000 Menschen mit Virus infiziert
  • Erster Fall auf Kuba: Mexikanischer Student betroffen

Die Neue Grippe breitet sich in den USA rasant aus. An nur einem Tag sind knapp 300 neue Fälle bestätigt worden. Die Zahl der infizierten Menschen liegt damit bei 2600, teilte das US-Seuchenkontrollzentrum mit. Die USA sind nach dem Ursprungsland Mexiko auch das Land mit den meisten Todesfällen. Drei Menschen erlagen dort bisher dem neuen Influenza-Virus A/H1N1.

In Mexiko haben sich einem Bericht zufolge bislang rund 23.000 Menschen mit dem Virus der Neuen Grippe angesteckt. Das geht aus einer Studie hervor, die auf der Website des US-Wissenschaftsmagazins "Science" veröffentlicht wurde und die Pandemie-Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammenstellten. Nach einer Behörden-Bilanz in Mexiko beläuft sich die Zahl der Infizierten dagegen auf 2003; 56 Menschen starben demnach an der Infektion mit dem Virus A/H1N1. In den benachbarten USA bezifferten die Gesundheitsbehörden die Zahl der bestätigten Fälle der Neuen Grippe mit 2600. Anne Schuchat vom Seuchenkontrollzentrum CDC sagte, die Zahl der bestätigten Grippefälle sei vermutlich nur "die Spitze des Eisbergs".

Erster Fall auf Kuba
Unteredessen gibt es auf Kuba gibt einen ersten Fall der Neuen Grippe. Betroffen ist ein mexikanischer Student, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Er gehört zu einer Gruppe von 14 Studenten aus Mexiko, die zum Teil unter Quarantäne gestellt wurden. Die Krankheit trat zuerst in Mexiko auf. Allein dort starben bisher 48 Menschen.

Das Virus wird sich nach Einschätzung von Experten nun vor allem auf der Südhalbkugel ausbreiten, wo mit dem Beginn der kälteren Jahreszeit ohnehin die Zahl der saisonalen Grippeinfektionen wächst. Experten befürchten, dass sich der Erreger H1N1 mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 vermischen und einen neuen Stamm bilden könnte. (apa/red)

12.5.2009 09:03