Voggenhuber zweifelt am Grünen Erfolg:
Mehr als ein Mandat bei EU-Wahl nicht drin
- Scheidender EU-Mandatar hätte mehr Erfolg gebracht
- Verweigerung einer Wahlempfehlung für die Grünen

·Martin dabei - Grüne schwach - Rote Erste
EU-Wahl: Auch das BZÖ
kann laut Prognose hoffen
Der scheidende Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber zweifelt am Erfolg seiner Partei bei der Europawahl am 7. Juni. Angesprochen auf Umfragen, die den Grünen weniger als zehn Prozent der Stimmen voraussagen, rechnet Voggenhuber in der "Presse" nur noch mit einem Mandat für seine Partei und verweist darauf, dass er im Fall seiner Kür zum Spitzenkandidaten drei Mandate angestrebt hätte: "Statt drei eins - das berührt mich bitter."
Die Frage, ob die Grünen mit ihm als Kandidaten besser abgeschnitten hätten, bejaht Voggenhuber: "Ich glaube, es gibt niemanden, der das bestreitet." Voggenhuber bekundet allerdings offen, derzeit keine Wahlempfehlung für die Grünen abzugeben. Er habe "tausende Mails" von Menschen erhalten, die von ihm wissen wollen, wen sie wählen sollen, aber, so Voggenhuber: "Ich sage ihnen das nicht, denn das ist nicht meine Aufgabe. Dazu müsste ich selbst kandidieren."
Seine Abwahl als Spitzenkandidat am Parteitag bezeichnet Voggenhuber als "schweren Fehler". Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek rüffelt er für ihre Forderung, die EU müsse endlich Vorgaben für Mindeststandards und Mindestlöhne machen: "Ich darf daran erinnern, dass die EU keine Kompetenzen dazu hat."
(apa/red)
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