Internationale Prognose zu EU-Wahlen:
Martin dabei - Grüne schwach - Rote Erste
- Auch das BZÖ kann auf Parlamentseinzug hoffen
- Europaweit dürften Konservatives Erster bleiben
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Der parteilose Abgeordnete Hans-Peter Martin dürfte entgegen früherer Prognosen bei den Europawahlen am 7. Juni doch den Einzug ins EU-Parlament schaffen. Ähnlich wie Martin könnten aber auch die Grünen im Vergleich zu 2004 ein Mandat einbüßen. Dies geht aus der jüngsten Aktualisierung einer internationalen Prognose hervor, die Wissenschaftler des Trinity College in Dublin und der London School of Economics im Auftrag der Beratungsagentur Burson-Marsteller durchführen.
Nach dieser Prognose dürfte die SPÖ bei der EU-Wahl am 7. Juni sechs Mandate (-1 gegenüber 2004) holen, die ÖVP fünf (-1) und die Freiheitlichen drei (+2). Auf jeweils ein Mandat kämen die Grünen (-1), das BZÖ (+1) und die Liste Hans-Peter Martin (-1). In Anteilen ausgedrückt liest sich die Prognose wie folgt: SPÖ 30,0 Prozent, ÖVP 27,0 Prozent, Freiheitliche 19,0 Prozent, Grüne 9,4 Prozent, BZÖ 8,7 Prozent und Martin 6,1 Prozent.
Europaweit dürfte die konservativ-christdemokratische Europäische Volkspartei (EVP) laut der Prognose trotz Verlusten weiterhin als stärkste Kraft vor den Sozialdemokraten aus den Wahlen hervorgehen. Von den insgesamt 736 zu vergebenden Sitzen (bisher 785 Sitze) im Europaparlament kann die EVP laut der aktualisierten Prognose mit 249 (bisher 288) rechnen. Für die sozialdemokratische SPE prognostizieren die Wissenschaftler 211 (bisher 217) Sitze, womit die Sozialdemokraten und Sozialisten gegenüber früheren Prognosen leicht zulegen würden.
Liberale drittstärkste Kraft
Die Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) könnte nach den Berechnungen der Wissenschaftler mit 84 Sitzen (bisher 100) rechnen und wäre weiterhin drittstärkste Kraft im EU-Parlament. Auf Platz vier käme demnach die nationalistisch orientierte Fraktion "Union für das Europa der Nationen" (UEN) mit 61 Mandaten (bisher 44).
In ihrer Prognose berücksichtigen die Wissenschaftler das Abschneiden nationaler Parteien bei Wahlen zum Europäischen Parlament seit 1979.
(apa/red)
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