Dienstag, 19. Mai 2009

Sozialdemokraten verlieren die AK-Wahl:
FSG muss ein drastisches Minus einstecken

  • AK-Chef Tumpel will dennoch den Kurs weiterfahren
  • Deutlicher Rückgang bei Wahlbeteiligung verzeichnet

Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter hat bei den Arbeiterkammer-Wahlen ein Minus von 7,6 Prozentpunkten eingefahren und ist damit bundesweit die klare Verliererin. Trotzdem sieht AK-Präsident Tumpel einen klaren Auftrag, seinen Kurs weiterzufahren. Kritik erntet er dafür von Außenminister Spindelegger. Zufrieden resümierten FPÖ, BZÖ und die Grünen. Die Wahlbeteiligung ist gesunken.

Nach dem Abschluss der Wahlen in Wien und Niederösterreich ist klar, dass die FSG insgesamt 7,6 Prozentpunkte und damit 56 Mandate verloren, mit 55,8 Prozent aber klar den ersten Platz gehalten hat. Größter Sieger sind die Freiheitlichen Arbeitnehmer. Hocherfreut über deren Gewinne von plus 3,9 Prozent zeigte sich FPÖ-Obmann Strache. Zufriedenheit herrschte aber auch bei den Grünen und beim BZÖ, das vor allem einen Großteil der Kärntner FPÖ-Stimmen abkassiert hatte.

Zweitstärkste Fraktion bleibt bundesweit der ÖAAB. Der ÖVP-Arbeitnehmerbund legte 1,3 Prozentpunkte auf 25 Prozent zu. Das leichte Plus bedeutete sechs weitere Mandate.

Wahlbeteiligung gesunken
Die Wahlbeteiligung ist von 48,8 Prozent bei den letzten Wahlen vor fünf Jahren auf nun 43,3 Prozent gesunken. Laut einer ersten Analyse des SORA-Instituts litt vor allem die FSG an der gesunkenen Wahlbeteiligung. Die Fraktion habe es demnach heuer nicht geschafft, die AK-Wahl für ihre Anhänger wichtig zu machen.

Der Wiener Bürgermeister Häupl bezeichnete das FSG-Ergebnis als "betrüblich" und erklärte: "Das bekümmert mich sehr". AK-Präsident Tumpel sieht trotz der herben Verluste "einen klaren Auftrag an mich, mich weiterhin für die Interessen der Arbeitnehmer einzusetzen". "Entsetzt" über das Verhalten der FSG, die den Wahlausgang nun als Erfolg interpretiere, gab sich Außenminister Spindelegger.

Pröll "absolut zufrieden" mit Ergebnis
Vizekanzler Josef Pröll hat sich mit dem Ergebnis der Arbeiterkammerwahlen "absolut zufrieden" gezeigt. Neben den leichten Zugewinnen für den ÖAAB verwies Pröll vor allem auf die "schwere Niederlage für die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG)". Das Wahlergebnis sei eine "Abrechnung" für die vergangenen Wochen, in denen man seitens des FSG Neid geschürt habe, verwies Pröll auf die Demonstrationen in letzter Zeit. (apa/red)

19.5.2009 13:55
gobo9, 20. 05. '09 11:29
Kein Eiertanz in der Schlagzeile !!!!
FSG (SPÖ) verlieren BEI den AK-Wahlen, gewinnen diese aber mit immerhin mit 55,8 Prozent ! Kein Revolverblatt-Journalismus und Totschlag-Schlagzeilen bitte. So viel Platz für eine erklärende Sprache muss bleiben. Auch in der Schlagzeile. NEWS will doch nicht unseriös sein !?