Nach Vorfällen im ehemaligen KZ-Ebensee:
Eltern eines Jugendlichen nehmen Stellung
- profil-Interview: "Sagt, er hat Gehirn ausgeschaltet"
- Eltern sind sicher: Sohn hat "bestimmt SPÖ gewählt"
·Neonazi-Störaktion:
Zwei sitzen in U-Haft
16-Jährige bleiben vorerst im Gefängnis
·FP-Mölzer ergreift für
Provokateure Partei
Über Verhältnismäßigkeit der Bestrafung besorgt
·'Propaganda der Rechtsparteien' schuld
NEWS: Laura Rudas über die Neonazi-Störaktion
·Gedenkfeier für die Mauthausen-Opfer
7.000 Menschen treffen sich im ehemaligen KZ

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nehmen die Eltern eines der Tatverdächtigen von Ebensee zu den Vorwürfen gegen ihren Sohn Stellung. Die Mutter des 16-jährigen Lehrlings sagt, ihr Sohn habe fast jedes Jahr an der Gedenkfeier anlässlich der Befreiung des Lagers teilgenommen: "Am Vortag hat es bei den Burschen nur geheißen: Gehst du mit zur Gedenkfeier?" Die 38-jährige Frau ist bei den sozialdemokratischen Kinderfreunden engagiert: "Mein Sohn ist jetzt bei den Roten Falken Junghelfer." Ihr Sohn habe "bestimmt SPÖ gewählt".
Den Eltern des Burschen, die anonym bleiben wollen, ist unerklärlich, warum er vermummt mit vier Bekannten im früheren KZ-Stollen vor der heurigen Zeremonie am 9. Mai mit einer Soft-Gun geschossen haben soll: "Er hat gesagt, er hat sein Gehirn ausgeschaltet." Ihr Sohn habe bei der Einvernahme durch die Polizei geweint und vor dem Untersuchungsrichter beteuert, "dass er die Konsequenzen nicht bedacht hat, für ihn war es eine Spielerei". Er habe nie rebelliert, zeige daheim stolz seine Werkstücke, der Vater: "Er ist eigentlich sehr brav."
Zur Frage, ob er mit Neonazis Kontakt hatte, sagte die Mutter des 16-Jährigen im "profil"-Interview: "Ich glaube es nicht. Er kommt von der Arbeit nach Hause und ist dann mit seiner Freundin zusammen." Schießen mit Soft-Guns sei ein Hobby von vielen Jugendlichen in Ebensee. Der 16-Jährige habe keinen Computer und lese "nur Mickey Mouse".
Lesen Sie das Interview im aktuellen profil 21/2009!
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
