Montag, 18. Mai 2009

"Ebensee war ein Weckruf": Mauthausen-
Komitee fordert Regierung zum Handeln auf

  • "Problem mit Ball-flach-halten-Politik nicht zu lösen"
  • Vorsitzender Mernyi: Maßnahmenkatalog präsentiert

Angesichts der Neonazi-Störaktion in Ebensee hat das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) einen Maßnahmenkatalog präsentiert. Derzeit werden beispielsweise 35 zusätzliche Guides ausgebildet, um Führungen im ehemaligen Konzentrationslager durchführen zu können, erklärte Willi Mernyi, Vorsitzender des MKÖ. Weiters wird ab sofort ein Zivilcourage-Training für Jugendliche angeboten.

Scharfe Kritik übte Mernyi an der Bundesregierung: "Ebensee war ein Weckruf, und dieser Weckruf muss gehört werden", betonte Mernyi. Die Bundesregierung sei gefordert, nicht länger "zuzuschauen". "Mit einer Ball-flach-halten-Politik kann man dieses Problem nicht lösen", so der Vorsitzende des MKÖ, der sich eine "klare" Reaktion der Regierung erhofft. "Die Szene gehört nicht beobachtet, sondern bekämpft." Man fordere aber nicht nur mehr Engagement der Regierung, sondern wolle auch selbst einen Beitrag leisten.

Oft gebe es das Problem, dass Schulen um Führungen im ehemaligen Konzentrationslager ansuchen, aber zu wenig (ehrenamtliche) Guides zur Verfügung stünden, so Mernyi. Deshalb werden derzeit 35 neue Mauthausen-Guides ausgebildet. Eine Führung durch Mauthausen sei allerdings nicht immer das, was Lehrer für ihre Schüler brauchen, meinte Mernyi. Das Problem sei oftmals die gegenwärtige Ausländerfeindlichkeit. Neben einem antirassistischen Planspiel bietet das MKÖ ab sofort auch Zivilcourage-Trainings für Jugendliche an.

"Neonazis raus - aus dem Gefängnis!"
Dass die FPÖ mit Slogans wie "Abendland in Christenhand" für die EU-Wahl wirbt und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei der "Anti-Moschee-Demo" in Wien demonstrativ ein Kreuz getragen habe, ist für den Bischof der Evangelischen Kirche A.B., Michael Bünker, "in höchstem Maße fahrlässig". Auch Mernyi zeigte sich besorgt: "Wenn linke Demonstranten 'Nazis raus' rufen und aus der Demonstration kommt zurück 'aus dem Gefängnis!', ist das angesichts des Vorfalls in Ebensee mehr als grauslich."

Innenministerin Fekter fühlt sich nach eigenen Aussagen zur Störaktion in Ebensee sowie zur allgemeinen Situation zum Extremismus in Oberösterreich missverstanden. Bei einer Pressekonferenz habe die Ministerin von "gegenseitigen Provokationen" gesprochen und sich damit auf Ausschreitungen vom 1. Mai bezogen, erklärte sie in Prag. Ihr seien "die Worte im Mund verdreht worden."
(apa/red)

18.5.2009 10:34
sidestep, 15. 05. '09 16:56
Lauter Dummköpfe
Mehr als einen Satz über diese Dummköpfe zu verlieren, hieße sie ernster zu nehmen, als sie es verdienen. Sich zu fragen, warum dies immer wieder passiert, muss aber erlaubt sein. Man nehme nur die derzeitige Reise des Papstes her. Immer wieder wird von den israelischen Medien verlangt, dass er sich entschuldigt. Zum wievielten Male eigentlich noch? Und tut er es, dann war es zuwenig oder unvollständig usw Alle Politiker von heute, die mit dem millionenfachen Mord an den Juden in den Gaskammern nichts zu tun haben, werden "gezwungen" sich für die Taten ihrer Großväter und Urgroßväter immer wieder zu entschuldigen, gerade so, als wären sie selbst die Mörder gewesen. Es sieht so aus, als wolle das Judentum eine Sippenhaftung einführen. Das verbittert und steigert den Hass auf dieses Volk.
sidestep, 15. 05. '09 16:58
Re: Lauter Dummköpfe - Fortsetzung
Wenn man sich für diese Taten auch heute noch entschuldigen muss (darüber bin ich bereit nachzudenken), dann frage ich, wie lange muss man sich noch entschuldigen? Müssen es unsere Kinder und Kindeskinder auch noch in 50 oder 100 Jahren tun und wenn ja wie lange darüber hinaus noch? Dieser schreckliche Holocaust darf nicht vergessen werden. Da bin ich dacore! Aber muss ich mich dafür entschuldigen, was unsere Großväter und Urgroßväter getan haben? Wenn mein Großvater jemand ermordet hätte, muss ich und meine Kinder und Kindeskinder sich bei der Familie des Opfers noch entschuldigen? Wenn man sich mit der Geschichte der Juden befasst, und auch Dr. Ariel Muzicant hat gesagt, dass seit es die Juden gibt, diese immer verfolgt worden sind. Macht das nicht auch nachdenklich warum dies so ist?
hary1965, 15. 05. '09 15:57
Die Jugend provoziert
Einigen unserer verwöhnten Jugend geht es gut, sie haben viel Zeit mit der sie wenig anfangen können und in ihren Spielen bei einer Jause gefällt ihnen das Kriegsspiel, auch wenn sie mit den Grauenvollen Ereignissen des zweiten Weltkrieges konfrontiert werden, ist das für sie weit weg und lange her. Aber mit diesen Dingen können sie Provozieren es ist das einzige was heute noch ein Tabubruch ist und heftigste Reaktionen hervorruft und genau das gefällt ihnen. Anderseits provozieren gerade Grüne und linke Sozis die jede andere Kultur und deren Zuwander verherrlichen und über unserer stellen rechte Strömungen, sie wollen mit Massenzuwanderung die Zukunft unserer Jungend zerstören das spüren junge Menschen auch. So haben es rechte Rattenfänger leicht weil ihnen gute Argumente gegeben werden
antikapitalist, 15. 05. '09 15:43
JAJA LIEBER CHANEAU...
...warum soo agressiv,das gibt mir sehr zu denken!!!....und ich bleib dabei:verbrechen bleibt verbrechen!!! BASTA!!!
antikapitalist, 15. 05. '09 14:47
abschäulich und primitiv...
...sind diese eskalierungen!!! doch sollte man doch auch mal ansprechen,was die juden mit den palastinänsern so alles anstellen!!!!..ist nur ein kleiner denkanstoss!!!
chaneu, 15. 05. '09 15:19
Re: abschäulich und primitiv...
wann hören sie endlich damit auf??

was haben die probleme die israelis und palästinenser mit den problemen in ebensee zu tun??

schalten sie doch mal ihr hirn ein!!!

in österreich sind juden bzw. israelis für niemanden ein problem. in österreich wurden vor 60 jahren hunderttausende juden ermordet, wenn heute jemand dieser morde gedenken will, ist das sein gutes recht. es ist allerdings NIEMANDES recht dieses gedenken zu stören.

und antisemitismus, wiederbetätigung hat nichts aber auch gar nichts mit den auseinandersetzungen in israel zu tun

BASTA
sidestep, 15. 05. '09 17:18
Re: abschäulich und primitiv...
Selbstverständlich muss der Holocaust immer in Erinnerung bleiben und darf niemals vergessen werden. Selbstverständlich muss gewährleistet sein, dass die, die sich an diese schreckliche Zeit in Stille erinnern wollen, die ungestört tun können. Aber - siehe oben - es gibt keine Sippenhaftung. Das heißt, mit dem Entschuldigen muss auch irgendwann einmal Schluss sein!!!! Entschuldigen müssen sich nur die Täter, die Angehörigen die bereits Generationen von den Tätern entfernt sind, müssenb dies nicht tun. Das ist meine Meinung und ich bin weit von "Rechts" entfernt.