Faymann und Pröll sind "völlig uncool": FPÖ lockt Jungwähler mit klaren Botschaften
- Studie: Miese Noten für unsere Regierungsparteien
- Einfache Politik-Sprache zieht gerade bei den Jungen

·Martin dabei - Grüne schwach - Rote Erste
EU-Wahl: Auch das BZÖ
kann laut Prognose hoffen
·Wien: Sechs Verletzte
und drei Festnahmen
Bei "Anti-Moschee- Demo" und Gegendemo
Faymann und Pröll sind völlig uncool. Dies belegt zumindest eine aktuelle Studie des SORA-Instituts, das wissen wollte wie unsere Jungen wählen. Ergebnis: Miese Noten für unsere Regierungsparteien, top hingegen FPÖ und BZÖ. Und alles nur, weil man Strache wenigstens versteht.
Die SPÖ hat 2007 die Einführung des Jugendwahlrechts durchgesetzt - bei der Nationalratswahl im Vorjahr haben ihr die Jungwähler aber ein Debakel beschert: Während die SPÖ mit 29,3 Prozent insgesamt stärkste Partei geblieben ist, lag sie bei den 16 bis 18-Jährigen nur bei zwölf Prozent. Einen "Rechtsruck" können die Studienautoren vom SORA-Institut und dem Institut für Strategieanalysen aus ihren präsentierten Zahlen aber nicht herauslesen: Zwar lag die FPÖ bei den Jungwählern mit 18 Prozent leicht über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Allerdings schnitt das BZÖ deutlich schwächer ab, die Grünen deutlich besser. Bei den Lehrlingen ist die FPÖ aber stärkste Partei.
Klare Botschaften und einfache Sprache
Strache lockt durch bürgernahes Auftreten und vor allen Politik-Sprache, die verständlich ist. Nur mit den Inhalten hapert's interessanterweise ein wenig. Denn die SORA-Studie zeigt, dass Themen wie Einwanderungsbestimmungen und Integration in der Prioritätenliste der Jungwähler ganz unten rangieren .
SPÖ zerknirscht
Die SPÖ reagiert zerknirscht auf die Studie, die ihr einen Anteil von nur zwölf Prozent bei den Jungwählern attestiert. Das sei "kein Zustand, der mich zufriedenstellt", sagte Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas. Die SPÖ müsse sich "für junge Menschen öffnen" und "rausgehen und die Jugendlichen direkt überzeugen", so Rudas. ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger wertet die Studie, wonach die ÖVP bei der Nationalratswahl unter den 16- bis 18-Jährigen stärkste Partei war, dagegen als Bestätigung.
(apa/red)
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