Verletzte, Festnahmen & ein Flaschenwurf: Bilanz der "Anti-Moschee-Demo" in Wien
- Rund 1.400 Teilnehmer bei Protest und Gegenprotest
- Strache macht Stimmung gegen "Grüne & Linkslinke"

Zu drei Festnahmen und sechs Verletzten ist es am Rande einer "Anti-Moschee-Demo" in der Wiener Innenstadt gekommen. Drei Verdächtige, die die Polizei der von der Sozialistischen Jugend organisierten Gegendemo zuordnete, wurden festgenommen. Zwischen den beiden Kundgebungen - an denen jeweils rund 700 Personen teilnahmen - gab es keine tätlichen Auseinandersetzungen.
Der von einer Bürgerinitiative initiierte und von der FPÖ unterstützte Protestmarsch gegen den Ausbau eines Islam-Zentrums in Wien-Brigittenau und die Gegendemonstration verliefen zunächst friedlich. Während bzw. nach der Schlusskundgebung hinter dem Rathaus kam es in der Nähe allerdings zu den Zwischenfällen, bei denen einen Privatperson, drei Polizisten und zwei Justizwachebeamte - die außer Dienst waren - verletzt wurden.
Strache auf "Anti-Moschee-Demo"
Die "Anti-Moschee-Demo" - in die sich einige offensichtlich dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnende Personen gemischt hatten - war am Ballhausplatz gestartet und zum Rathaus gezogen. FPÖ-Chef Strache schoss sich in seiner Rede auf die Gegendemonstranten ein. Man müsse Österreich vor diesen "grünen und linkslinken Herrschaften schützen", meinte er.
Hannelore Schuster, Sprecherin der Bürgerinitiative Dammstraße, kritisierte, dass die türkisch-islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit (Atib) "unter dem Deckmantel der Religion" in einem eng verbauten Gebiet ein Veranstaltungszentrum mit Supermarkt, Frisör und Kindergarten errichten wolle. Und sie kündigte weitere Kundgebungen an, sollte die SPÖ die Bauerlaubnis aufrechterhalten.
Flaschenwurf
Die FPÖ hat nach der "Anti-Moschee-Demo" in der Wiener Innenstadt bei der Polizei Anzeige gegen linke Gegendemonstranten erstattet. Durch einen Flaschenwurf nach dem Protest gegen den Ausbau eines Islam-Zentrums in Brigittenau sei eine persönliche Referentin von FPÖ-Chef Strache verletzt worden, teilte die Partei mit.
(apa/red)
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