Über "Kampflesben" und "Eurokraten": FPÖ wühlt wieder einmal tief im Schmutzkübel
- So wird EU-Wahlkampf bei der FPÖ betrieben
- Ulrike Lunacek wird zum Opfer der blauen Giftküche

Über Kampflesben, Wendehälse und Eurokraten: So wird Stimmung gemacht, so wird Wahlkampf betrieben. Und zwar wie könnte es anders sein natürlich von der FPÖ. In einem Grundlagenpapier von Wendelin Mölzer sollen den blauen Wahlhelfern die Argumente für den EU-Wahlkampf in den Mund gelegt werden. Hierzu wird mittels Diffamierungen der politischen Gegner tief im Schmutzkübel gewühlt.
Ulrike Lunacek, Spitzenkandidatin der Grünen: Frau, links und im Einsatz für die Rechte der Homosexuellen. Für Wendelin Mölzer, Sohn des EU-Spitzenkandidaten Andreas Mölzer, ist sie ein ganz klarer Fall von Kampflesbe. Mit dem dezenten Hinweis auf ihre peruanische Lebensgefährtin, die in Brüssel lebt, versteht sich. Ewald Stadler darf sich, wie schon altbewährt, den Titel Wendehals abholen und Hannes Swoboda wird zum Eurokraten abgestempelt.
Selbstverständlich verwende er solche Wörter wie Kampflesbe nicht im normalen Sprachgebrauch, erklärte Wendelin Mölzer auf Anfrage der Tageszeitung Der Standard. Na gut, dass der Begriff nicht der feinen englischen Art entspricht, sieht er ein. Aber auch die FPÖ sei immer wieder Beschimpfungen ausgesetzt. Ein härterer Umgangston, ist somit auch Teil der politischen Kultur, erklärt er. Zwischen all den Diffamierungen und Beschimpfungen ist dies wohl die schlimmste. Für unsere Demokratie.
(red)
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