Autonome Tage für Schüler weiter frei?
Einigung erzielt - Noch nicht beschlossen
- Lehrer müssen aber die "Betreuung sicherstellen"
- Endgültiger Beschluss soll bei nächstem Gipfel folgen
PLUS: Schmied fordert "höhere Lehrverpflichtung"
In fast fünfstündigen Gesprächen haben sich Vertreter von Schülern, Eltern und Lehrern darauf geeinigt, wie die vier (Pflichtschulen) bzw. fünf (höhere Schulen) schulautonomen Tage künftig genutzt werden sollen. Der Kompromiss sieht laut der ÖVP-nahen Schülerunion vor, dass die Freitage nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam generell schulfrei sind.
An den zwei bzw. drei verbleibenden Tagen, die weiterhin schulautonom fixiert werden können, haben Schüler prinzipiell ebenfalls keinen Unterricht, Lehrer müssen allerdings an die Schule kommen und "die Betreuung sicherstellen", so Marchetti zur APA. Walter Riegler, Vorsitzender der Arge Lehrer in der Gewerkschaft, sprach von einem "tragbaren Kompromiss für diese Gruppe", wollte aber mit Hinweis auf eine Stillschweigevereinbarung inhaltlich nichts dazu sagen. Er betonte allerdings, dass die Lehrer "selbstverständlich als möglichen Kompromiss angeboten haben, Kinder zu betreuen, die von den Eltern nicht betreut werden können und in die Schule kommen müssen."
Das Paket wurde laut Schülerunioni "mit großer Mehrheit" beschlossen. Einige Elternvertreter haben allerdings nicht dafür gestimmt, da sie erst mit ihren Gremien Rücksprache halten wollen. Da die Schulpartner aber eine einstimmige Lösung anstreben, soll in zwei Wochen ein weiteres Treffen stattfinden. "Ich glaube auch, dass wir das erreichen werden", gab sich Riegler optimistisch.
Derzeit gibt es an Volks- und Hauptschulen vier und an höheren Schulen fünf Tage, welche die Lehranstalten autonom freigeben können. Die Pädagogen sollten diese Tage für Fortbildung nutzen. Im Zuge des Streits um die Lehrer-Arbeitszeit hatte die Gewerkschaft angeboten, die schulautonomen Tage in Unterrichtszeit umzuwandeln. Unterrichtsministerin Schmied nahm dieses Angebot an, was allerdings von Eltern und Schülern sowie der Tourismuswirtschaft kritisiert wurde.
(apa/red)
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