Reisen für die EU-Wahl: ÖVP schickt ihre Kandidaten auf Tour durch die Bundesländer
- Man will dabei aufnehmen, "wo der Schuh drückt"
- Strasser spart nicht mit Kritik an der Polit-Konkurrenz

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Die ÖVP hat ihre Kandidaten für die EU-Wahl auf Bundesländer-Tour geschickt. Man wolle zuhören und aufnehmen, "wo der Schuh drückt", erklärte Spitzenkandidat Ernst Strasser. VP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger übte neuerlich Kritik an der "chaotischen" Abstimmung der SPÖ-Abgeordneten im EU-Parlament für die neuen Asyl-Bestimmungen: Die Sozialdemokraten seien "führungslos". Die Voraussetzungen für einen Wahlsieg stünden gut, der Abstand zur SPÖ sei "bewältigbar".
"Europa ist unser Schutzwall", betonte Strasser einmal mehr. Die EU nütze den Österreichern in der Wirtschaftskrise und "schützt uns". In der ÖVP habe man klare Ziele im Hinblick auf die kommende EU-Wahl: "Wir wollen zuhören und aufnehmen, wo der Schuh drückt", so Strasser, um danach auf europäischer Ebene "mitgestalten" zu können. Als Zeichen dafür wurden die zehn ersten Kandidaten der ÖVP-Liste am Montag in Wahlkampfautos gesetzt, um in die Bundesländer aufzubrechen.
Lichtenfelsgasse gesperrt
In der eigens gesperrten Lichtenfelsgasse vor der Parteizentrale wurden außerdem neue Plakate präsentiert. Mit Slogans wie "An Europa kann niemand vorbei. An Österreich auch nicht.", "Europa wählen. Österreich stärken." und "Die Krise wird härter. Europa wird wichtiger." will man den Wählern vermitteln, dass die ÖVP die "einzige Pro-Europa-Partei" im Land sei, wie Kaltenegger hervorhebt. Auch die Give-aways, etwa ein Heft mit Kochrezepten aus ganz Europa, sollen dies bekräftigen.
Kritik am Mitbewerb
Kritik übte Kaltenegger an den Mitbewerbern wegen der Abstimmung im EU-Parlament zu neuen Asyl-Bestimmungen. Die SPÖ-Abgeordneten hätten unterschiedlich abgestimmt und seien deshalb "führungslos". Dem FPÖ-Abgeordneten Andreas Mölzer wirft er vor, überhaupt nicht anwesend gewesen zu sein. Strasser meint, die neue Regelung werde den Arbeitsmarkt belasten und Österreich zum "Anziehungspunkt für Asylwerber aus der ganzen Welt" machen. Deshalb wolle man am 7. Juni Nummer Eins werden. Die Chancen für einen Wahlsieg sind für Kaltenegger "gut": Man liege Kopf an Kopf mit der SPÖ und der Abstand sei "bewältigbar".
(apa/red)
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