Neue Horrormeldung aus dem Hause GM:
Autobauer meldet weitere 6 Mrd. $ Verlust
- US-Konzern stellt für 1. Quartal erschreckende Bilanz
- Tochter Opel für ein Drittel der Miese verantwortlich

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Die ums Überleben kämpfende Opel-Mutter General Motors steckt weiter tief in den roten Zahlen. Im ersten Vierteljahr erlitt der US-Autobauer einen Verlust von sechs Mrd. Dollar - fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Aufgrund der Absatzkrise brach der Umsatz fast um die Hälfte ein. Das Ergebnis zeige, dass GM dringend einen Sanierungsplan brauche, räumte Finanzvorstand Young ein.
Insgesamt verbrannte GM im ersten Quartal über zehn Mrd. Dollar. Auch die Sparte GM Europe, die größtenteils aus Opel besteht, schrieb einen Milliardenverlust. Analysten hatten aufgrund der Autokrise mit einem hohen Fehlbetrag gerechnet. Der bereinigte Verlust fiel sogar etwas geringer aus als vom Markt erwartet, die GM-Aktie legte vorbörslich 3,6 Prozent zu. Auch der Umsatzeinbruch auf 20,4 Mrd. Dollar überraschte Experten nicht. Wichtiger als die Ergebnisse sei es, dass GM im Rahmen seines Sanierungsplans Eingeständnisse von der Autogewerkschaft UAW sowie den Gläubigern erreiche, sagten Analysten.
Im Ringen um einen Rettungsplan konnte GM jedoch keine nennenswerten Fortschritte verkünden. Bisher habe sich der Konzern nicht mit der größten Gewerkschaft UAW oder dem Finanzministerium geeinigt, sagte Finanzchef Young. Die US-Regierung hat General Motors in den vergangenen Monaten mit Staatshilfen von rund 15 Mrd. Dollar am Leben gehalten.
Die deutsche Regierung bereitet sich laut "Fiancial Times Deutschland" auf eine baldige Insolvenz von General Motors vor. Wie die Zeitung berichtete, arbeiten Wirtschaftsministerium und Kanzleramt an einem Krisenplan, der unter anderem kurzfristige Liquiditätshilfen für Opel vorsieht, um den Betrieb des Autobauers aufrecht zu erhalten. Die Bundesregierung rechne fest damit, dass GM Ende Mai oder Anfang Juni Insolvenz anmelden müsse.
(apa/red)
