In bester Gesellschaft
- Isabella Großschopf über Niedermeyers Einsichten
- PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Hast du also kein Mitleid mit mir?, fragt Christian Niedermeyer treuherzig. Nein, antworte ich lächelnd. Davor erzählte er mir, dass er keine Frau mehr möchte, deren Lebensinhalt hauptsächlich darin besteht, die neuesten Gucci- und Louis-Vuitton-Taschen haben zu wollen. Und ich bin schon losgerannt, um sie zu kaufen. Als Investition in die eheliche Harmonie, wie er es nennt. Na ja, selber schuld, wie ich es nenne. An dieser Stelle möchte ich allerdings eine Eigenschaft, mit der ich Herrn Niedermeyer in meiner vergangenen Kolumne in Verbindung gebracht habe, relativieren: Er ist nicht oberflächlich. Der Mann ist, so wie wir alle, schlichtweg auf der Suche nach Liebe. Nach Wertschätzung. Nach Bitte hab mich lieb, so wie ich bin. Doch dafür verbiegt man sich leider sehr oft. Er würde trotzdem wieder heiraten, sagt der 55-Jährige. Aber nicht mehr unter diesem Druck, wie es bei meiner letzten Eheschließung war. Bei der er überdies das Gefühl hatte, dass der Braut das opulente Fest wichtiger war als die Trauung selbst. Ihr zuliebe habe er auch da mitgespielt, sagt er. Und das sei keine Frage des Altersunterschieds, meint er in Anspielung auf seine 29-jährige Exfrau Petra Müllner. Nun, ich habe nach wie vor kein Mitleid. Aber ich wünsche ihm von Herzen, dass er findet, was er sucht: Wahre Liebe. Mit h!
