Freitag, 8. Mai 2009

"In diesem Spiel brauche ich Krieger:"
Krankl will vs. Altach Klassenerhalt fixieren

  • "Wir haben es selbst in der Hand, alles zu regulieren"
  • Zellhofer: "Brauchen 3 Punkte ohne Wenn und Aber"

Nach zuletzt wenig berauschenden Vorstellungen will der LASK mit einem Sieg gegen den SCR Altach im heutigen Spiel der 33. Bundesliga-Runde (20.30 Uhr/live auf NEWS.at) den Klassenerhalt endgültig absichern. "Wir haben es selbst in der Hand, alles zu regulieren", meinte Trainer Hans Krankl vor dem Auftritt gegen das Schlusslicht. "Mit einem Punkt wären wir wahrscheinlich auch durch, aber eine Mannschaft unter Hans Krankl wird nie auf ein Unentschieden spielen."

Altach steht in Linz indes fast schon vor einem Pflichtsieg. Mit drei Auswärtsspielen gegen den LASK, Salzburg und Austria sowie einem Heimauftritt gegen Kapfenberg wartet auf die Vorarlberger ein schweres Restprogramm. "Im Endeffekt ist es so, dass wir gewinnen müssen", sagte Trainer Georg Zellhofer, für den die Athletiker "klarer Favorit" sind.

Bei vier ausständigen Spielen liegt der LASK sieben Zähler vor dem punktgleichen Duo Mattersburg und Altach - und darf sich nach zuletzt gezeigter Form trotzdem nicht allzu sicher sein. Unter Krankl holten die achtplatzierten Athletiker nach Remis und Sieg in den ersten beiden Spielen danach in drei Spielen (Torverhältnis 0:7) keinen Punkt mehr. Seit 280 Minuten wartet die Mannschaft auch sehr zum Ärger des "Goleador" bereits auf einen Treffer.

Bangen um Vastic
Dass in der Partie gegen die Altacher nicht unbedingt hohe Fußballkunst, sondern allein Zählbares nach Schlusspfiff im Vordergrund steht, ist auch Krankl klar. Dementsprechend motiviert erwartet der Ex-Teamchef seine Elf. "Es wird sicher kein schönes Spiel, sondern ein richtiges Kampfspiel. In diesem Spiel brauche ich Krieger", erklärte Krankl, der noch um den an einer Halsentzündung erkrankten Vastic bangt. Der Routinier stieg erst Donnerstag wieder ins Training ein, nachdem er mit Antibiotika behandelt werden musste. Bis auf die langzeitverletzten Weissenberger und Wendel können die Linzer sonst aber auf alle Kaderspieler zurückgreifen.

Altach reiste mit drei Partien ohne Niederlage im Gepäck und mit einer guten Erinnerung nach Oberösterreich. Am 5. Oktober feierte das Team aus dem "Ländle" im Stadion Linz einen von bisher nur zwei Auswärtserfolgen dieser Saison. Seinen Ex-Club erwartet Zellhofer trotz des zuletzt gezeigten Formtiefs aber nicht zögerlich. "Der LASK wird versuchen, offensiv zu spielen. Das ist die Philosophie eines Krankl. Aber wir brauchen drei Punkte, ohne Wenn und Aber", erklärte der Oberösterreicher, der seine Mannschaft seit Donnerstag auf ihm bekannten Terrain in Pasching auf die Partie vorbereitete. Nicht mit dabei war der gesperrte Mimm, der Tscheche Jun reiste aufgrund einer Erkrankung separat nach Linz, sein Einsatz ist fraglich.

Abstiegskampf zwischen Altach und Mattersburg
Dass die Linzer bei einer Niederlage gegen das Schlusslicht noch in den Abstiegsstrudel rutschen könnten, war für Zellhofer kein Thema: "Im Fußball kann vieles passieren. Aber ich denke, es gibt nur noch Mattersburg und uns." Der LASK habe viele erfahrene Spieler, dazu Teamkicker wie Prager und Saurer. Bei der 0:2-Niederlage gegen Rapid hätten die Linzer zudem aufsteigende Form bewiesen. Auch dass seine Person immer wieder als Trainerkandidat in Linz im Gespräch ist, ließ Zellhofer (noch) kalt. "Es hat im Winter Gespräche gegeben, dann war das Thema vom Tisch. Ich habe bei Altach jetzt ganz andere Probleme, auf die ich mich voll konzentriere."

(apa/red)

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8.5.2009 15:58