Blutige Offensive der Armee Sri Lankas:
Mindestens 257 Tote und über 800 Verletzte
- Norden der Insel gilt als Rückzugsgebiet der Rebellen
- Regierung hatte Einstellung der Angriffe zugesagt

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In letzten Monaten fast 6.500 Personen getötet
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Sri Lanka: Warnung vor humanitärer Katastrophe
Bei einem Angriff der srilankesischen Armee in der Kampfzone im Norden der Insel sind nach Angaben eines von der Regierung beauftragten Arztes mindestens 257 Zivilpersonen getötet worden. 814 seien verletzt worden, möglicherweise gebe es etliche weitere Todesopfer, erklärte der Mediziner V. Shanmugarajah. Die Armee dementierte den Angriff auf das Rückzugsgebiet der tamilischen Rebellen.
Noch nie seit der Offensive gegen die tamilischen Rebellen habe es an einem Tag so viele Tote gegeben. Eine den Rebellen nahestehende Website berichtete, es würden bis zu 2.000 Tote befürchtet, unter den 257 bestätigten Toten seien 57 Kinder.
"Haben nichts unter Kontrolle"
Granaten seien in der Nähe der provisorischen Klinik niedergegangen, sagte Shanmugarajah, der als Arzt im Auftrag der Regierung im Kriegsgebiet arbeitet. "Wir haben nichts unter Kontrolle", sagte er. Er habe Freiwillige gebeten, Gräber auszuheben.
Die Regierung hatte vor zwei Wochen eine Einstellung der Angriffe auf den schmalen nördlichen Küstenstreifen zugesagt, in den die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) zurückgedrängt worden waren. Ärzte hatten aber immer wieder berichtet, dass die Angriffe mit schweren Waffen unvermindert fortgesetzt würden. Rund 50.000 tamilische Flüchtlinge sollen in dem Kampfgebiet leben.
Menschen als Schutzschilde
Im Kampfgebiet leben schätzungsweise 50.000 tamilische Flüchtlinge. Laut UNO-Angaben wurden bei der Offensive gegen die LTTE allein in den ersten drei Monaten fast 6.500 Zivilpersonen getötet. Die Regierung wirft den LTTE vor, die Menschen als Schutzschilde zu missbrauchen.
(apa/red)
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