Obama nach Treffen mit Karzai & Zardari zufrieden: Vehementer Kampf gegen Al Kaida
- Bedauern über Opfer bei Luftschlägen in Afghanistan
- Zahl der Toten liegt nach Schätzungen bei 120

US-Präsident Obama hat seine Entschlossenheit zur Bekämpfung der Extremisten-Organisation Al-Kaida bekräftigt. Nach einem Treffen mit den Präsident Afghanistans und Pakistans, Karzai und Zardari, sagte Obama, die Aufgabe sei schwierig. Pakistan und Afghanistan haben laut Obama zugesichert, entschiedener gegen die Taliban und Kämpfer des Terrornetzwerks Al Kaida vorzugehen.
Er sei zufrieden, dass beide sich der Ernsthaftigkeit der Bedrohung bewusst seien und ihre Entschlossenheit bekräftig hätten, dagegen vorzugehen. Zugleich kündigte er im Beisein der beiden Präsidenten weitere Unterstützung für die beiden asiatischen Länder an.
Karzai und Zardari oft unter US-Kritik
In der neuen US-Regierung waren sowohl Karzai als auch sein pakistanischer Kollege wiederholt scharf kritisiert worden. Zudem wurde infrage gestellt, ob sie entschlossen genug seien und überhaupt fähig dazu seien, wirksam gegen die Bedrohung von Al Kaida und der radikal-islamischen Taliban vorzugehen.
Durch US-Luftangriff in Afghanistan überschattet
Überschattet wurde das Treffen von einem US-Luftangriff im Westen Afghanistans mit Dutzenden Toten. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Anfang der Woche bei den US-Luftschlägen nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz Dutzende Menschen getötet wurden, darunter auch Kinder. Schätzungen des Gouverneurs der Provinz Farah zufolge könnte die Zahl der Toten bei 120 liegen.
Außenministerin Clinton zeigte sich in Washington zutiefst betroffen. Die Regierung bedauere zutiefst den Tod Unbeteiligter. Es wäre der folgenschwerste Vorfall mit zivilen Opfern in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban 2001.
(apa/red)
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