Sonntag, 10. Mai 2009

Lunacek verteidigt Asylrichtlinie der EU:
"Erfüllt Grundsätze der Genfer Konvention"

  • Grüne: Türkei-Beitritt derzeit nicht vorstellbar
  • Fordert 500 Milliarden € für "Grünen New Deal"

Die grüne Spitzenkandidatin für die EU-Wahl, Ulrike Lunacek, hat die Asyl-Richtlinie der EU verteidigt. "Es stehen Dinge drinnen, die die Grundsätze der Genfer Konvention erfüllen", sagte sie in der ORF-"Pressestunde". Weiters stellte sich Lunacek ganz klar hinter den Vertrag von Lissabon: "Dieser Vertrag ist gut, ich will ihn, ich hoffe, dass er kommt." Einen EU-Beitritt der Türkei kann sich die Grüne derzeit noch nicht vorstellen.

"Ich bin froh, dass diese Asyl-Richtlinie von der Kommission vorgeschlagen wurde und im EU-Parlament mit großer Mehrheit durchgegangen ist", meinte Lunacek zu den von Innenministerin Maria Fekter (V) und dem schwarzen EU-Spitzenkandidaten, Ernst Strasser, bereits vehement abgelehnten Regelungen. Gut findet Lunacek etwa, dass Minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung nun nicht mehr abgeschoben werden dürfen. Und auch legale Beschäftigung sei gut, da diese Kriminalität und Schwarzarbeit vorbeuge.

Türkei-Beitritt in zehn Jahren?
Lunacek zeigte sich grundsätzlich als Befürworterin eines Türkei-Beitritts. Diese Option sei für die Reformkräfte im Land der Motor, Reformen weiterzubringen - auch wenn dies nur teilweise geschehen sei. "Es ist lange noch nicht alles so, dass wir sagen, die Türkei soll jetzt beitreten", vielleicht aber in zehn Jahren, so die Grüne. "Wenn das heute wäre, würde ich dagegen stimmen." Und Lunacek weiter: "Ich weiß nicht, ob die Türkei die Beitrittskriterien schaffen wird und sie wird sicher nicht beitreten, wenn sie die Kriterien nicht schafft."

Bezüglich des Vertrags von Lissabon stellte Lunacek klar, dass sie zwar eine klare Befürworterin sei, die Grünen hätten sich allerdings schon immer für europaweite Volksabstimmungen eingesetzt - oder europaweite Volksbegehren oder Volksbefragungen. Europa müsse jedenfalls "sozialer und ökologischer" werden, "in Zeiten wie diesen" brauche es eine starke EU. "Liebe, die nur blind ist, ist gefährlich", betonte sie abermals, stellte aber auch klar: "Wir sind dezidiert eine proeuropäische Partei."

500 Mrd. Euro für "Grünen New Deal"
Um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, kann sich Lunacek eine breite Vermögenssteuer vorstellen. So nannte sie als Beispiel 0,5 Prozent plus einen Freibetrag von etwa 200.000 Euro. Ein Hausbesitzer würde so etwa - bei einem Wert der Immobilie von 300.000 Euro - 500 Euro pro Jahr zahlen. Auch eine Finanztransaktionssteuer forderte die Grüne abermals. Zudem verteidigte sie den schon oft propagierten "Grünen New Deal", der Investitionen im Ausmaß von 500 Milliarden Euro und eine Umstellung der EU-Wirtschaft in Richtung Ausbau neuer Energien vorsieht.

(apa/red)

10.5.2009 13:15
hary1965, 11. 05. '09 14:42
Ideenwettbewerb
Frau Lunacek wäre gut beraten einen Ideenwettbewerb in Volksschulen ab zu halten statt sich zu oft bei Regenbogenparaden oder als Gast im TV Kaiser zu aufzuhalten. Die Ideen von Volksschülern können nur besser als jene von Grünpolitikern sein, die wissen besser als jene woher das Geld ihrer Eltern kommt, wie es es verdienen und wieviel Aufwand es bedeutet sich ein Vermögen an zu schaffen. Die wissen auch besser als Grüne das ihre Eltern ein halbes Leben benötigen um sich ein Eigenheim zu erwerben. Die wissen auch besser das ihre Eltern Lunaceks Steuerideen nicht finanzieren können und auch das Lunaceks Asylstandards für Österreichs Steuerzahler nicht finanzierbar sind. Was wissen Kinder nicht alles besser als unsere Grünen, daher wählen sie die Grünen auch kaum noch wenn sie 16 werden.
Wilfried1931, 11. 05. '09 12:26
Die wirren Ideen kommen auf Regenbogenparaden
In der Zeitung Österreich, fordert die grüne Chefin den selben Gehalt für einen Lehrer wie für einen International anerkannten Wissenschafter, darüber kann man ja noch lachen. Die Lunacek die bisher nur auf Regenbogenparaden aufgefallen ist, fordert wie von der EU Kommision beschlossen die Mindestsicherung für jeden Asylwerber, und sozialen Standard. Was sich darüber unschuldige Arbeitslose, Kurzarbeiter, Selbstständige die um das Überleben kämpfen, sowie andere wirklich in Not geratene Menschen denken mögen diese bei den nächsten Wahlen beurteilen. Darüber, wie der Mittelstand, der mit Fleiß und Arbeit etwas geschaffen hat, die 500 Milliarden für die genialen Lunacek Ideen finanzieren soll, möge sie am besten während einem ihrer TV KAISER Auftritten mit Fang das Licht musikalisch klären
Ulf01, 10. 05. '09 20:25
Danke Frau Lunacek für ihre klaren Worte
Jetzt weiß wenigstens jeder fleißige Österreicher, der ein halbes Leben lang schuftet und sich das neue Eigenheim zum Teil vom Mund abspart, dass sie ihn dafür mit einer neuen Steuer bestrafen wollen. Vielleicht noch um das Geld für ihre geliebten Asylanten zu verwenden. Es ist also besser wenn man alles versäuft oder sonstwie umsetzt, nur nichts schaffen damit, denn dann wird man extra zur Kasse gebeten. Ob diese Ideen förderlich für einen Wirtschaftsaufschwung (außer bei den Gastwirtschaften) sind bezweifle ich allerdings.
Traute, 10. 05. '09 22:57
Re: Danke Frau Lunacek für ihre klaren Worte
Die Idee von Frau Lunacek hat mich zutiefst erschüttert. Tatsächlich buggelt man für seinen Traum "eigentümlich" zu wohnen sein halbes Leben. Zudem kommt ja, dass das Eigenheim ja schon zig fach besteuert ist (Einkommenssteuer, Kest, Grunderwerbssteuer, etc.........).
Als nächstes kommt dann die Ernährungssteuer, hab jetzt schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir vielleicht einmal zum Geburtstag ein viel beworbenes "Biosteak" leisten wollte...........