SPÖ-Arbeitsgruppe offiziell eingesetzt:
Vier Steuer-Punkte sollen behandelt werden
- Faymann schließt "Mittelstandssteuer" dezidiert aus
- Für ÖVP ist die Arbeitsgruppe "absolut in Ordnung"
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·Ruf nach Vermögens- steuer immer lauter
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Das SPÖ-Präsidium hat am Mittwoch die bereits bestehende Arbeitsgruppe zum Thema Verteilungsgerechtigkeit offiziell eingesetzt. SPÖ-Chef Faymann erklärte, es gehe darum Arbeit zu entlasten und Vermögen stärker zu belasten, betonte aber, dass es keine "Mittelstandssteuer" geben werde. Einen Zeithorizont für die angedachte Strukturreform wollte er nicht nennen.
Die Arbeitsgruppe soll - wie bereits bekannt - vier Punkte behandeln: Diskutiert werden demnach die Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer, ein Spekulationsverbot (etwa auf Nahrungsmittel, Wasser und Energie), eine Änderung in der Stiftungsbesteuerung sowie eine Vermögenszuwachssteuer auf Finanzgeschäfte und Spekulationen. Es gehe darum, Möglichkeiten auszuloten wie man ein gerechteres Steuersystem schaffen könne.
"Arbeit entlasten, Vermögen belasten"
Die zwei Ziele lauteten: "Arbeit entlasten, Vermögen belasten". Nicht gemeint seien damit die "Durchschnittsbürger und Häuslbauer", betonte der Kanzler einmal mehr. Gefragt nach einem Zeithorizont sagte der SPÖ-Chef: "Ich verspreche keine Termine". Lediglich bei der Finanztransaktionssteuer werde er sofort eine " Initiative auf europäischer Ebene ergreifen". In Österreich werde es jetzt aber sicher keine "Gegenfinanzierung zur Steuerreform" geben.
Zur Forderung des steirischen Landeshauptmannes Voves nach einer Wiedereinführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer gab es erneut eine Absage, seine Meinung dazu sei bekannt. Geht es nach Faymann werden alle Bundesländer in der Arbeitsgruppe vertreten sein.
ÖVP: "Absolut in Ordnung"
Für die ÖVP ist der am Mittwoch gefällte Beschluss des SPÖ-Präsidiums, eine Arbeitsgruppe zur Verteilungsgerechtigkeit einzusetzen, "absolut in Ordnung". ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger erklärte, "das Einsetzen von Arbeitsgruppen gehört zum ganz normalen Parteigeschäft".
(apa/red)
