"Kompromiss"-Budget: Darabos schiebt Bundesheer-Großanschaffungen vorerst auf
- Zeigt Sparwillen: "Mehr Soldaten, weniger Beamte"
- Plan: Geld gibt es für die Renovierung von Kasernen

·1 Soldatensalär für
1 Stunde Eurofighter
Flugzeuge belasten knappes Budget massiv
·Beim Bundesheer ist jetzt Sparen angesagt
Künftig weniger Soldaten
im Ausland stationiert
Verteidigungsminister Darabos wird wegen des knappen Budgets Großanschaffungen wie den Ersatz für die Trainingsflieger Saab-105 aufschieben. Zugleich kündigte der Minister in einer "Grundsatzrede" vor der 3. Panzergrenadierbrigade in Mautern/Donau Investitionen in ein "Bauprogramm" für mehrere Kasernen und weitere Einsparungen in der Verwaltung an.
Das Budget sei ein "Kompromiss", räumte Darabos ein, hielt aber fest: "Wir können unsere Aufträge erfüllen und auch neue Pläne in Angriff nehmen". Aufgeschoben werden neben dem Ersatz der bald 40 Jahre alten Saab-Düsentrainer auch das geplante Upgrade der Hubschrauber "Agusta Bell 212" sowie die Anschaffung von rund 150 Allschutzfahrzeugen. Auf der Einkaufsliste des Verteidigungsministers stehen somit noch ABC-Schutzanzüge sowie der bereits angekündigte Kauf von IVECO-Mehrzweckfahrzeugen, deren Kosten Darabos' Sprecher mit rund 100 Millionen bezifferte.
Renovierung von Kasernen
Geld ausgeben will der Verteidigungsminister für die Renovierung von Kasernen. Konkret nannte Darabos die Standorte in Mautern, Wiener Neustadt, Straß in der Steiermark, Melk, Bruckneudorf und Güssing.
Zugleich unterstrich er seinen Sparwillen, und zwar unter dem Grundsatz "mehr Soldaten, weniger Beamte": "Der Verwaltungsapparat wurde und wird weiter optimiert", hieß es. Darabos betonte, dass man für heuer trotz Wirtschaftskrise ein höheres Budget - verglichen mit dem Voranschlag für 2008 - herausgehandelt habe. Inklusive der Auflösung der Rücklagen in der Höhe von 50 Mio. Euro und Erlösen aus Liegenschaftsverkäufen werde das Verteidigungsressort heuer 2,16 Milliarden Euro zur Verfügung haben.
(apa/red)
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