15 Menschen bei Zugunglück verletzt:
Lkw krachte mit Pinzgaubahn zusammmen
- Tragischer Unfall ereignete sich bei Bahnübergang
- Lenker hat nahende Lokalbahn einfach übersehen

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Lkw und der Pinzgauer Lokalbahn sind 15 Personen verletzt worden, eine davon schwer, so das Rote Kreuz. Der Unfall ereignete sich gegen 10.00 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang. Der Lenker des aus Frankreich kommenden Lkw wollte eine Lieferung zur Firma Senoplast bringen und dürfte den Zug übersehen haben.
Die schwer verletzte Zuginsassin wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Zell am See geflogen. Die übrigen Leichtverletzten wurden auf die Spitäler Zell und Mittersill aufgeteilt. Die Patienten haben vor allem leichte Prellungen sowie Abschürfungen. Die meisten von ihnen konnten die Krankenhäuser aber wieder verlassen, meldete die Polizei. Der Lastwagenfahrer und der Lokführer blieben bei dem Unfall beinahe unverletzt.
Lkw-Fahrer übersah nahenden Zug
Der Lkw-Fahrer dürfte die mit etwa 40 km/h fahrende Garnitur der Pinzgauer Lokalbahn rund 500 Meter östlich des Piesendorfer Ortsgebietes übersehen haben und fuhr auf den Eisenbahnübergang. Trotz einer eingeleiteten Notbremsung konnte die Kollision nicht verhindert werden.
Der Triebwagen der Lokalbahn entgleiste, stand aber noch aufrecht. Er musste erst wieder auf die Geleise gehoben werden. Die Mittersiller Bundesstraße war wegen des Unfalls nur einspurig passierbar. Es gab einen Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Schäden an dem Triebwagen sind groß, und die Reparatur dürfte rund eine Million Euro kosten. (apa/red)
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