Zehn Cent mehr für eine Fahrt mit der Bim:
Wiener Linien erhöhen Preis für Einzeltickets
- Dauerkarten werden laut Brauner vorerst nicht teurer
- Stadt Wien stellt ein Investitionspaket zur Verfügung
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Die Wiener müssen mit 1. Juli um zehn Cent mehr für eine Fahrt mit den Öffis bezahlen. Das Einzelticket wird ab dann nämlich 1,80 Euro statt bisher 1,70 Euro kosten. Alle anderen Tarife wie etwa Wochen-, Monats- oder Jahreskarten werden nicht teurer, versicherte Finanzstadträtin Renate Brauner vor Journalisten. Dieser Schritt ist Teil jener neuen Maßnahmen der Stadt, die Brauner später dem Gemeinderat in einer Mitteilung mit dem Titel "Wien für dich - Wiens Maßnahmen gegen die Krise" präsentierte.
Die Preiserhöhung des Wiener Einzelfahrscheins argumentierte Brauner mit der entsprechenden Tarifanpassung innerhalb des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR), die ebenfalls ab Anfang Juli in Kraft tritt: "Da müssen wir mitziehen." Sämtliche anderen Tarife, die 95 Prozent ausmachten, würden jedoch gleichbleiben - zumindest im laufenden Jahr, beschrieb die Stadträtin diese Entscheidung als Kundenbindungsmaßnahme und Mittelstandsentlastung.
Darüber hinaus stellt die Stadt den Wiener Linien ein zusätzliches Investitionspaket von 42,5 Mio. Euro zur Verfügung. Damit sollen technische Verbesserungen wie etwa Weichenheizungen geschaffen werden. Die Kunden selbst werden davon allerdings nichts bemerken - abgesehen von der "Qualitätssteigerung", wie Brauner unterstrich.
Gratisanschluss für Fernwärme
Außerdem will die Stadt Fernwärmeanschlüsse fördern. Konkret sollen jene 2.500 Menschen, die derzeit Heizkostenzuschuss beziehen und in deren Wohngebäude bereits Leitungen vorhanden sind, einen Gratis-Anschluss erhalten. Viele hätten sich die anfallenden Gebühren bisher nicht leisten können, so die SP-Politikerin. Acht Mio. Euro werden dafür locker gemacht. Auch die Exportförderung für Unternehmen wird von bisher 70 Mio. auf 90 Mio. Euro jährlich angehoben.
Dies seien - neben dem bereits gestern präsentierten Wohnbaupaket in der Höhe von 200 Mio. Euro - zusätzliche Projekte gegen die Krise. Zwar sei Wien aufgrund des ersten Konjunkturpakets in Höhe von 700 Mio. Euro (wenn man die Erhöhung der nachfragewirksamen Ausgaben des Budgets miteinrechnet, Anm.) gut unterwegs, was sich etwa am im österreichweiten Vergleich geringen Zuwachs der Arbeitslosigkeit um 7,1 Prozent im März (landesweit: plus 28,8 Prozent) zeige. Gleichzeitig müsse man aber auch künftig mit weiteren Auswirkungen der Krise auf die Bundeshauptstadt rechnen, begründete Brauner die neuen Schritte.
(apa/red)

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