Mittwoch, 29. April 2009

Heißer Wettstreit um Opel entbrannt: Fiat und Magna buhlen um Gunst des Autobauers

  • Beide Firmen mit sehr unterschiedlichen Konzepten
  • Magna will fünf Mrd. Euro zur Übernahme aufbringen

Für die Rettung des angeschlagenen Autobauers Opel zeichnet sich ein Wettstreit des italienischen Konkurrenten Fiat und des Autozulieferers Magna ab. Beide Konzerne haben nach den Worten des deutschen Wirtschaftsministers Guttenberg sehr unterschiedliche Konzepte für einen Einstieg bei Opel vorgelegt, dabei allerdings großen Wert auf die Sicherung von Opel-Standorten gelegt.

Allerdings handle es sich noch um sehr grobe Vorstellungen, sagte der Minister nach einem Treffen mit Magna-Vertretern. Für einen belastbaren Industrieplan müssten jetzt endlich vom Opel-Mutterkonzern General-Motors die notwendigen Zahlen und Fakten zur Verfügung gestellt werden.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck will der österreichisch-kanadische Autozulieferer sich mit 20 Prozent an Opel beteiligen und über Tochterfirmen mit weiteren Anteilen die Mehrheit an dem Autobauer übernehmen. Guttenberg sprach dagegen lediglich von einem "ersten interessanten Grobkonzept" von Magna. Mit Fiat habe er sich in den vergangenen Wochen bereits getroffen.

Magna will fünf Mrd. Euro aufbringen
Laut "Rheinischer Post" will Magna zusammen mit seinen russischen Partnern liquide Mittel in Höhe von fünf Milliarden Euro zur Übernahme des deutschen Autobauers Opel aufbringen. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Alle vier deutschen Opel-Standorte sollen demnach erhalten bleiben. (apa/red)

29.4.2009 09:06