7.128 Väter bezogen Kinderbetreuungsgeld:
Von insgesamt 165.858 Beziehern im März
- Am beliebtesten ist generell Variante 30 + 6 Monate
- Einkommensabhängiges Kindergeld kommt 2010
Im März 2009 haben insgesamt 165.858 Österreicher Kinderbetreuungsgeld bezogen. Nur vier Prozent davon, nämlich 7.128, waren Väter. Am beliebtesten ist generell die Variante 30 + 6 Monate, 65 Prozent entschieden sich für diese Möglichkeit. Das geht aus den aktuellsten Zahlen des Familienstaatssekretariat hervor. Das mehrfach geforderte einkommensabhängige Kindergeld soll 2010 kommen.
Beim Großteil der Kindergeldbezieher handelt es sich um Angestellte (71.510), gefolgt von Hausfrauen (26.924 - davon 502 Hausmänner) und Arbeitern (25.394). 12.029 Bezieher sind arbeitslos gemeldet. 11.641 Vertragsbedienstete und 2.820 Beamte zählte man im März in Elternkarenz. Der größte Männeranteil ist unter den Selbstständigen (22 Prozent) und den Bauern (17 Prozent) zu finden.
Am häufigsten wurde von Eltern die Bezugsvariante mit 36 Monaten (30 plus 6) gewählt (65 Prozent), 26 Prozent entschieden sich für 24 Monate (20 plus 4) und neun Prozent für 18 Monate (15 plus 3). Väter wählen am liebsten letzteres. Für die "lange" Variante gibt es 436 Euro, für das Modell 20 + 4 werden 624 Euro gezahlt. Beim "kurzen" Modell gibt es 800 Euro für 18 Monate.
Einkommensabhängiges Kindergeld
Im Budget 2010 ist das einkommensabhängige Kindergeld bereits fix budgetiert, 25 Mio. Euro sind dafür vorgesehen. Familienstaatssekretärin Christine Marek zeigte sich darüber erfreut: "Das ist genau das, was wir verhandelt haben. Das war ein absolutes Must bei den Regierungsverhandlungen, denn genau das brauchen wir." Das neue Gesetz soll per 1. Jänner 2010 in Kraft treten - davon sei fix auszugehen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran und sind derzeit bei der internen Abklärung", so Marek zur APA. Zu klären sei etwa, ob ein Drei- oder Vier-Säulen-Modell kommen soll. Geplant sind verschiedene Varianten der Zuverdienstgrenze, Ziel sei aber auf alle Fälle eine Vereinfachung, erklärte Marek.
Mit Stand Ende 2008 (aktuellste Daten) haben laut dem Staatssekretariat 1.515 Personen insgesamt rund 1,75 Mio. Euro Kindergeld oder Kindergeldzuschuss zurückbezahlt, weil sie die Zuverdienstgrenze von 16.200 Euro überschritten hatten. Insgesamt wurden für die Jahre 2002 bis 2004 4.752 Rückforderungsbescheide verschickt - 683 für Kindergeld und 4.069 für den Kindergeld-Zuschuss. Durchschnittlich beträgt die Rückforderung pro Person beim Kindergeld 2.551,34 Euro. Beim Zuschuss zum Kindergeld liegt diese im Schnitt bei 1.301 Euro.
(apa/red)

