Kein Ende der Krise am Arbeitsmarkt in
Sicht: Ein Viertel mehr Arbeitslose im April
- 7,1 Prozent der Österreicher finden keinen neuen Job
- Jugendliche von der Krise besonders hart getroffen
IHRE MEINUNG: Haben Sie Angst um Ihren Posten?

·Zahl der Kurzarbeiter
steigt dramatisch an
Rund 15.200 Stellen in Österreich betroffen
·Arbeitslosigkeit bei Zeitarbeitern steigt
Branche steht offenbar an einem Wendepunkt
Die Situation am heimischen Arbeitsmarkt ist extrem angespannt. Ende des Monats waren nach vorläufigen Daten 258.240 Menschen arbeitslos - das waren um 25,9 Prozent mehr als im April 2008. Das entspricht nach nationaler Berechnung einer Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent nach 7,5 Prozent im März. Inklusive der in Schulung befindlichen Personen waren Ende April 322.409 Menschen ohne Arbeit.
Besonders deutlich zugenommen hat die Arbeitslosigkeit erneut bei den Jugendlichen mit einem Anstieg um 34,2 (März: 39,3) Prozent. Männer waren mit einer Zunahme um 37,3 (38,6) Prozent auch deutlich stärker betroffen als Frauen (+13,4 nach 15,7 Prozent im März). Die Anzahl der offenen Stellen war im April mit 27.440 um 33,1 Prozent niedriger als im April 2008, blieb gegenüber März 2009 (27.439) praktisch unverändert.
Im Vergleich der Bundesländer leidet Oberösterreich am meisten unter der aktuellen Krise, hier ist die Arbeitslosigkeit im April um 55,6 Prozent (+10.347 Personen) gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Stark gelitten haben die Steiermark (+37,3 Prozent), Kärnten (+34,5 Prozent) und Niederösterreich (+31 Prozent). Relativ glimpflich davongekommen ist Wien mit einer Zunahme der Arbeitslosenzahl um 9,7 Prozent (+4.905 Personen).
(apa/red)

