Donnerstag, 30. April 2009

Erste Bank gelingt ein Schritt aus der Krise:
Machte im 1. Quartal 232 Millionen Gewinn

  • Ergebnis in ersten Monaten übertraf die Erwartungen
  • Lediglich in der Ukraine wurde Verlust eingefahren

Die börsenotierte Erste Group hat das weitere Finanzkrisenjahr 2009 mit einem Quartalsgewinn gestartet, der höher ausfiel als von Analysten erwartet. Beim Betriebsgewinn gab es einen Rekord. Mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr sind aber die Kreditrisikokosten. Auf strukturierte Finanzprodukte gab es weitere Abwertungen. Erst gestern Abend hat die Bank mit der Platzierung der Privattranche für neues Partizipationskapital die überwiegend mit Staatshilfe laufende Kapitalstärkung perfekt gemacht. Insgesamt fließen der Gruppe so 2,7 Mrd. Euro zu.

Wie die Bank mitteilte, erreichte der Nettogewinn (Konzernperiodenüberschuss) per Ende März 232,1 Mio. Euro.

Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2008 hatte der Nettogewinn 315,6 Mio. Euro betragen. Das Vorquartal (viertes Quartal 2008) hatte wegen Abwertungen in Ost und West mit einem Rekordverlust von 603 Mio. Euro geendet.

Mit Ausnahme der Ukraine machten die Töchter in allen Ländern, in denen die Erste Group tätig ist, im Auftaktquartal 2009 Gewinn.

Risikokosten gestiegen
Die Rezession verschärft das Kreditrisiko: Die neuen Risikokosten stiegen in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich auf 370,2 Mio. Euro, ein Zuwachs um 127 Prozent. Gegenüber dem 4. Quartal 2008 war das aber ein Rückgang um ein Fünftel.

Auf das von der Finanzkrise gebeutelte strukturierte Wertpapierportfolio (ABS/CDO) gab es weitere Abwertungen: Der negative Ergebniseffekt lag dabei im Quartal bei 54,8 Mio. Euro vor Steuern, während das Eigenkapital mit 88 Mio. Euro belastet wurde.

Einen Ausblick auf die Ergebniserwartung im Gesamtjahr 2009 machte der Vorstand weiter nicht. Von Reklassifizierungen von Vermögenswerten habe man bisher keinen Gebrauch gemacht, hieß es.
(apa/red)

30.4.2009 10:04