Mittwoch, 29. April 2009

austriamicrosystems führt Kurzarbeit ein:
Bis zu 670 Arbeiter von Maßnahme betroffen

  • Microchiphersteller: Erhebliche Nachfragerückgänge
  • Nettoergebnis hat sich 2008 um Hälfte verringert

Der Mikroelektronik- und Halbleiterhersteller austriamicrosystems in Unterpremstätten bei Graz hat Kurzarbeit für bis zu 670 Mitarbeiter angemeldet. Man sehe sich aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche in zahlreichen Märkten zu Kurzarbeit am Standort Unterpremstätten gezwungen. Die Maßnahme soll ab 1. Juni für bis zu sechs Monate gelten.

Der Umfang der geplanten Kurzarbeit könne bis zu 50 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit betragen, wobei das tatsächliche Ausmaß abhängig von der Entwicklung der Auftragslage kurzfristig angepasst werde, hieß es. Durch die gegenwärtige wirtschaftliche Situation hätten sich fortdauernde erhebliche Nachfragerückgänge und eine damit einhergehende starke Unterauslastung der Produktionskapazität ergeben, so das Unternehmen.

Nettoergebnis um die Hälfte eingebrochen
Der an der Börse in Zürich notierte steirische Microchiphersteller hatte Anfang April bei seiner Hauptversammlung bereits beschlossen, für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende auszuschütten. Bei der Bekanntgabe der Ergebniszahlen im Februar hatte es noch geheißen, man werde eine Dividende von 0,28 Euro pro Aktie für 2008 vorschlagen, 2007 waren noch 1,50 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet worden. Das Nettoergebnis der austriamicrosystems hatte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 53,2 Prozent auf 12,3 Mio. Euro verringert.

Auch im ersten Quartal 2009 war es wegen des weltweiten Konjunkturabschwunges nicht sehr gut gelaufen, man musste einen Verlust und einen Einbruch beim Umsatz ausweisen. Die austriamicrosystems AG ist in der Entwicklung und Herstellung von integrierten Schaltkreisen tätig. (apa/red)

29.4.2009 12:21