Gewerkschaften steigen auf die Barrikaden:
Rufen zu Großprotesten am 13. Mai auf
- Vier Gewerkschaften erhöhen gemeinsam den Druck
- Auslöser für Protest: Ergebnislose KV-Verhandlungen

Die Gewerkschaften haben im Streit um Lohnerhöhungen den Druck deutlich erhöht. Die Gewerkschaften der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Metall-Textil-Nahrung (GMTN), Chemiearbeiter (GdC) und Bau-Holz (GBH) riefen für den 13. Mai zu einer Großdemonstration in Wien auf. Damit soll der Forderung nach stärkeren Lohnerhöhungen Nachdruck verliehen werden.
Auslöser für die Aktion waren die ergebnislosen Kollektivvertrags-Verhandlungen der Elektro- und Elektronikindustrie sowie der chemischen Industrie. Aber auch in der Textilindustrie, Papier- und Papierzeugende Industrie, Speditionen, IT, grafisches Gewerbe (Druckereien) führten die aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen "zu keinen akzeptablen Ergebnissen", heißt es seitens des ÖGB.
Die Arbeitnehmervertreter wollen ihren Anteil an den vergangenen Erfolgen. "Die ausgezeichneten wirtschaftlichen Erfolge der Unternehmen der letzten Jahre sind gemeinsam mit qualifizierten und engagierten ArbeitnehmerInnen erwirtschaftet worden", wird Rainer Wimmer, geschäftsführender Bundesvorsitzender der GMTN, in der Aussendung zitiert: "Dafür verdienen sich die Beschäftigten eine faire Lohn- und Gehaltserhöhungen, und nicht, dass sie von den Arbeitgebern im Regen stehen gelassen werden".
Wege aus der Krise
Nur mit Einkommens- und Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten sei der Weg aus der Krise zu meistern, so der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer. Bei Dividenden und Gewinnausschüttungen würde "so getan, als gäbe es keine Krise", die Kosten würden den Beschäftigten angelastet, kritisiert Proyer.
(apa/red)

