Montag, 27. April 2009

Magna als neuer Opel-Lieblingsretter?
Gespräche über möglichen Einstieg laufen

  • Deutscher Vizekanzler: "durchaus positiver Eindruck"
  • Über Verhandlungsinhalte Stillschweigen vereinbart

Der deutsche Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier hat mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna über einen möglichen Einstieg beim angeschlagenen deutschen Autobauer Opel gesprochen. Es habe eine Reihe von Telefonaten gegeben, sagte Steinmeiers Sprecher Jens Plötner in Berlin. Der deutsche Außenminister habe einen "durchaus positiven Eindruck von diesem Unternehmen" und dessen Engagement gewonnen. Über den Inhalt der Gespräche sei Stillschweigen vereinbart worden.

Keinen Kommentar wollte der Sprecher zu Medienberichten abgeben, wonach Magna bei den Sozialdemokraten und den Kanzlerkandidaten jetzt als Lieblingsretter für Opel hoch im Kurs stehe. Es sei ihm "nicht bekannt, dass Steinmeier sich öffentlich geäußert hat", erklärte Plötner.

Verhandlungen noch nicht abgeschlossen
Auch der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Steffen Moritz, äußerte sich nicht über mögliche Kandidaten für den Einstieg bei Opel. "Die Gespräche laufen noch", erklärte Moritz. Zu Ort und Inhalt der Verhandlungen machte er keine Angaben. Laut Medienberichten will sich Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu Wochenbeginn mit Vertretern von Magna treffen. (apa/red)

27.4.2009 16:25