Daimler-Mitarbeitern drohen Lohneinbußen:
Tiefrote Zahlen nach großem Absatzeinbruch
- Ersters Quartal wird "deutlich negativ" ausfallen
- Auch Entlassungen sind nicht mehr auszuschließen

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Dramatischer Einbruch der Absätze im Februar
Der deutsche Autobauer Daimler wird tiefrote Zahlen für die ersten drei Monate 2009 vorlegen und ein milliardenschweres Sparpaket verkünden. Konzernlenker Dieter Zetsche hatte auf der Hauptversammlung Anfang April gesagt, das erste Quartal werde wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise "deutlich negativ" ausfallen. Daher will der Konzern im laufendem Jahr auf die Kostenbremse treten.
Mit einem Bündel von Maßnahmen will Zetsche allein bei den Personalkosten in Deutschland im laufenden Jahr 2 Mrd. Euro sparen. Auf außerordentlichen Betriebsversammlungen sollen die Beschäftigten in den deutschen Werken dpa-Informationen zufolge am Dienstagvormittag über die Einschnitte informiert werden.
Der Autobauer will den 141.000 Mitarbeitern der Daimler AG in Deutschland wegen des dramatischen Absatzeinbruchs der vergangenen Monate herbe Lohneinbußen abverlangen. Die Verhandlungen zwischen Unternehmensführung und dem Betriebsrat liefen noch, sollten nach dpa-Informationen aber im Laufe des Tages noch unter Dach und Fach gebracht werden. Zetsche hatte langfristig auch Entlassungen nicht mehr ausgeschlossen, falls die Krise weiter andauert.
Der Vorstand will die Wochenarbeitszeit für 73.000 Mitarbeiter um bis zu fünf Stunden verkürzen, dies bedeutet Lohneinbußen von bis zu 14 Prozent. Außerdem soll den Plänen der Konzernspitze zufolge weniger Zuschuss zum Kurzarbeitergeld bei 68.000 Beschäftigten bezahlt werden und die für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung verschoben werden.
Die Absatzkrise hat dem Premiumhersteller nach einem drastischem Gewinneinbruch 2008 auch im ersten Quartal des laufenden Jahres heftig zugesetzt. Die Verkäufe rauschten im Vergleich zum Vorjahr fast um ein Viertel (23,2 Prozent) auf 244.800 Autos in die Tiefe. Für das Gesamtjahr 2009 hatte Zetsche angekündigt, Absatz, Umsatz und Ergebnis würden sinken.
(apa/red)

