Mehr Hilfe für arme Länder: IWF und Weltbank fordern schnelle Unterstützung
- Mehr als 50 Mio. Menschen leben in extremer Armut
- Afrika besonders hart von Wirtschaftskrise betroffen

·Hinter der Krise kommt die Sintflut
IWF fordert daher jetzt
Strategien für Zeit danach
·Schlittert Österreich in Wirtschaftskrise?
Deutschland reißt uns
mit in den Abgrund
·IWF: Finanzkrise verbrennt Billionen
Europas Banken stehen vor einer tiefen Krise
·IWF: Weltwirtschaft weiter auf Talfahrt
Schrumpft um 1,3 %. Österreich minus 3 %
Weltbank und Internationaler Währungsfonds IWF haben ungeachtet aufkeimender Hoffnung auf ein Ende der Wirtschaftskrise weitere Hilfen für arme Länder angemahnt. "Wir rufen alle Geberländer auf, ihre Zusagen über eine Aufstockung der Unterstützung noch schneller einzulösen", erklärte der gemeinsame Entwicklungsausschuss beider Institutionen in Washington.
Die globale Wirtschaftskrise habe sich in den armen Ländern zu einer menschlichen und entwicklungspolitischen Katastrophe ausgeweitet, hieß es in der gemeinsamen Abschlusserklärung von IWF und Weltbank, die nach Abschluss des Treffens des Entwicklungshilfe-Komitees am Sonntag veröffentlicht wurde. Die Krise habe mehr als 50 Millionen Menschen in extreme Armut getrieben: "Wir müssen ihre Auswirkung auf die Entwicklungsländer abmildern und diese damit in die Lage versetzen, zur Erholung der Weltwirtschaft beizutragen."
Nach einem veröffentlichten Bericht beider Institutionen könnte die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen in diesem Jahr auf 90 Millionen steigen, die der Hungernden auf eine Milliarde. Besonders hart getroffen ist demnach Afrika, wo das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr auf zwei Prozent einbrechen könnte. 2008 hatte es noch bei 5,25 Prozent gelegen. "Es muss mehr unternommen werden, da die Krise weiter fortschreitet", erklärte das Gremium zum Abschluss der Frühjahrstagung von Weltwährungsfonds und Weltbank in Washington.
IWF und Weltbank riefen die Mitgliedstaaten auf, ihre Hilfsversprechen einzulösen und den besonders betroffenen Staaten zugänglich zu machen. (apa/red)

