Kanadier ziehen ins WM-Viertelfinale: Deklassierten Tschechien klar mit 5:1
- Lettland bezwingt Schweiz 2:1 nach Penaltyschießen
- Russland besiegt Schweden 6:5 nach Verlängerung

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Rekordweltmeister Kanada ist auf dem Weg zum 25. WM-Titel auch zum Auftakt der Zwischenrunde bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz nicht zu stoppen gewesen. Die Kanadier deklassierten in der Gruppe F Tschechien mit 5:1 und stehen damit als erster Viertelfinalist fest. In Gruppe E musste sich Gastgeber Schweiz dem Österreich-Bezwinger Lettland mit 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben.
Der Schlager in Kloten war von Beginn an eine klare Angelegenheit für die Kanadier, die im ersten Drittel eine perfekte Powerplay-Effizienz zeigten. Die Mannschaft von Lindy Ruff, in der NHL Cheftrainer von Thomas Vanek bei den Buffalo Sabres, nützte alle drei Überzahlspiele zu Toren. Der erst 19-jährige Steve Stamkos erzielte die Treffer zum 1:0 (8.) und 2:0 (14.), Shea Weber trug das 3:0 bei (18.). Stamkos, im Vorjahr von Tampa Bay Lightning als Nummer eins gedraftet, schloss mit nun fünf WM-Treffern zu Niko Kapanen an der Spitze der WM-Torschützenliste auf.
Nach dem dritten Gegentreffer nahm Tschechiens Teamchef Vladimir Ruzicka nach 17:05 Minuten seinen Torhüter Jakub Stepanek vom Eis und ersetzte ihn durch Martin Prusek. Prusek kassierte durch Heatley (41.) und St. Louis (50.) weitere Tore, Hemsky gelang der Ehrentreffer (58.)..
Schlager Russland vs. Schweden
Titelverteidiger Russland entschied in der Gruppe E den Schlager gegen Olympiasieger Schweden mit 6:5 nach Verlängerung für sich. Die Russen gewann damit auch die vierte Partie und stehen so gut wie sicher im Viertelfinale. Dmitri Kalinin, bis Jänner Buffalo-Clubkollege von Vanek und nun für die Phoenix Coyotes tätig, schoss den Weltmeister in der 65. Minute zum Sieg.
Rückschlag für Schweiz
Die Schweiz musste im Kampf um das Viertelfinale, das sie in den elf WM-Turnieren unter Teamchef Ralph Krueger achtmal erreicht hat, einen Rückschlag einstecken. Die Eidgenossen starteten fulminant, aber ohne Zählbares. 15 Minuten spielten die Schweizer fast Powerplay, 14:1 an Torschüssen stand es, aber mit dem zweiten Torschuss gingen die Letten in Führung. Nach einem Schweizer Angriff in Unterzahl traf Cipulis im Konter (16./PP). Die Schweizer hatten bei einem Treffer von Blindenbacher, der wegen Torraumabseits nicht gegeben wurde (7.), und einem Stangenschuss von Weber (19.) Pech und fanden in Torhüter Edgars Masalskis regelmäßig ihren Meister.
Bis zur 58. Minute. Im Powerplay riskierte Krueger, nahm seinen Torhüter vom Eis, und Abühl gelang zur Freude der über 11.000 Zuschauer in Bern der hoch verdiente Ausgleich. Im Penaltyschießen allerdings scheiterten alle drei Schweizer Schützen, Aleksandrs Nizivijs verwertete als Einziger.
Weißrussland vs. Norwegen
Im zweiten Spiel der Gruppe F drehte Weißrussland gegen Norwegen einen 0:2-Rückstand und gewann noch mit 3:2 nach Verlängerung. Verteidiger Ruslan Salei (Colorado Avalanche), einer von zwei NHL-Spielern der Weißrussen, entschied in der 65. Minute das Spiel.
(apa/red)
