Mittwoch, 29. April 2009

Außer Spesen schon wieder nichts gewesen:
Österreich verliert auch zweites WM-Spiel!

  • Niederlage fällt wie gegen Schweden deutlich aus

Zweites Spiel, zweite Niederlage, doch dieses Mal konnte die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft zwei Drittel lang mithalten und schlitterte erst durch viele Strafen im Schlussdrittel in eine klare Niederlage. Die ÖEHV-Auswahl unterlag bei der WM in Bern den USA mit 1:6, spielte dabei aber 40 Minuten lang eine Klasse besser als zwei Tage davor beim 1:7 gegen Schweden. Österreich war mit einem 1:2-Rückstand ins Schlussdrittel gegangen, in dem die Amerikaner aber früh für die Entscheidung sorgten.

Die Partie gegen den zweiten Gruppenfavoriten war kein Vergleich mit dem nur knapp höheren Debakel gegen Schweden. Teamchef Lars Bergström gab im Tor Jürgen Penker vor Bernd Brückler den Vorzug, die Verteidiger-Paare wurden nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Robert Lukas neu zusammengestellt, Markus Peintner kam anstelle von Gregor Baumgartner im dritten Sturm zum Einsatz. Und die Österreicher setzten um, was sie sich vorgenommen hatten.

Im eigenen Drittel ließen sie sich weniger auf 1-gegen-1-Situationen ein, sie standen kompakter und konnten dem zweiten Gruppenfavoriten damit besser Paroli bieten. In der 5. Minute stand den Österreichern allerdings auch das Glück zur Seite, als Kyle Okposo aus kurzer Distanz das völlig leere Tor verfehlte. In der 16. Minute gingen die US-Boys aber doch in Führung: Dustin Brown traf nach eine Solo backhand zum 1:0.

Peintner trifft
Bei Halbzeit wurden die Österreicher auch mutiger, setzten sich mehrmals im Angriffsdrittel fest und hatten auch einige Chancen. Im Konter allerdings erhöhte Drew Stafford, Teamkollege von Thomas Vanek bei den Buffalo Sabres, auf 2:0 (32.). Doch die wieder von Hunderten Fans angefeuerte Bergström-Truppe ließ sich nicht entmutigen und wurde für die Bemühungen auch belohnt. Markus Peintner traf in das leere Tor zum 1:2 (35.). Mit etwas Glück gingen die Österreicher mit dem knappen Rückstand auch in die zweite Pause.

Doch 25 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels erhöhte Patrick O'Sullivan, der einen Brown-Schuss abfälschte, auf 3:1. Die nun klar dominierenden US-Boys profitierten in Folge von vielen Strafen der Österreicher und sorgten durch Powerplay-Treffer von Jason Blake (48.), Lee Stempniak (53.) und Matt Niskanen (56.) für einen klaren Sieg.

(apa/red)

29.4.2009 18:28