Italiens Fußball steht vor der Spaltung:
Erstligisten trennen sich von Serie-B-Klubs
- Wegen Streit ums Geld "neue Serie A" gegründet
- Proteste von Serie-B-Vereinen gegen Neuordnung

·Inters Vorsprung
auf Milan schmilzt
Pleite in Napoli. Nur noch sieben Zähler Vorsprung
·Tabelle: Die
Serie A 2010/2011
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Dem italienischen Profi-Klub-Fußball steht eine Spaltung bevor. Nachdem in Mailand ein Treffen der Clubchefs der Serie A und B über die künftige Finanz-Aufteilung ergebnislos zu Ende gegangen ist, trennen sich die Erstligisten voraussichtlich von den Serie-B-Clubs. "Wir haben die neue Serie-A-Liga gegründet. Das ist nicht befriedigend, aber notwendig", sagte Palermo-Präsident Maurizio Zamparini.
Für die Trennung von den Zweitligisten stimmten alle Serie A-Vereine mit Ausnahme von US Lecce. Die Präsidenten der B-Clubs kritisierten den Beschluss. Zum neuen Präsidentin der Serie-A-Liga soll der frühere Generaldirektor des italienischen Industriellenverbands, Maurizio Beretta, ernannt werden. Er soll unter anderem dafür sorgen, dass die Bilanzen der Erstligisten in Ordnung sind.
Streit ums Geld
Seit Monaten verlangen die Präsidenten der Zweitligisten mehr Geld für die Serie B. Wegen der Krise sind mehrere B-Vereine mit der Zahlung der Spielergehälter in Verzug geraten. Die meisten Serie-B-Clubs sind rund drei Monate im Zahlungsrückstand, nur vier Vereine zahlen einigermaßen pünktlich.
Die Serie-A-Vereine wollen ihre Bilanzen sanieren und in neue Stadien investieren. Für die Serie B gebe es deswegen kein Geld mehr. Seit dem 1. Dezember des Vorjahres wird versucht, neue Liga-Statuten zu formulieren und die Geld-Verteilung neu zu definieren. Bisher kam es zu keiner Einigung. Einige Oberhaus-Clubs drängen seit Monaten auf eine Trennung von der Serie B. Die Zweitligisten wehren sich dagegen heftig und drohen mit einem Boykott der kommenden Meisterschaftsspiele.
(apa/red)
