Nach Klinsmann-Fehlschlag: Bayern bei
Suche nach neuem Trainer unter Druck
- Jeder namhafte Coach auf Spekulations-Liste
- Darunter Schuster, Rijkaard, Eriksson & Mancini

·'Grinsi-Klinsi' ist das
Lachen vergangen
"Mussten handeln": Die Bayern feuern Klinsmann
·0:1-Rückschlag für Bayern im Titelkampf
Hamburger SV verliert gegen Dortmund mit 0:2
·Tabelle: Deutsche Bundesliga 2011/12
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Rückkehrer Jupp Heynckes spielt für vier Wochen den Feuerwehrmann, im Bundesliga-Endspurt muss der FC Bayern München aber gleichzeitig einen Cheftrainer für die nächste Saison suchen. Namhafte Kandidaten werden schon lange gehandelt, nach dem grandios gescheiterten "Experiment" mit Jürgen Klinsmann kann sich die Führung um Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß keinen neuerlichen Fehlschlag leisten.
"Am 1. Juli werden wir einen qualifizierten Mann haben", versicherte Hoeneß. Man wolle sich aber "nicht unter Zeitdruck setzen", ergänzte Rummenigge, der um den Erfolgszwang für die Vorstandsriege weiß: "Es muss eine überzeugende Lösung sein, die wir da zu präsentieren haben." In den restlichen fünf Liga-Spielen sollen Interimscoach Heynckes und Co-Trainer Hermann Gerland den Rekordmeister wieder in die Erfolgschiene bringen.
Ein Fußball-Lehrer soll es sein
Wichtigste Kriterien für den Nachfolger des gefeuerten Jürgen Klinsmann sind: Es muss "ein Fußball-Lehrer" sein, der Erfahrung besitzt, Erfolge vorweisen und mit Stars umgehen kann. Am besten einer, der kurzfristigen Erfolg verspricht und langfristig eine Spielphilosophie entwickeln kann. Dinge, die der allerdings wohl nicht zu habende Franzose Arsene Wenger von Arsenal London in sich vereint.
"Wir haben immer vorgehabt, mal einen Trainer zu finden, der zwei, drei, vier Jahre eine Mannschaft formt", sagte Hoeneß. Rummenigge nannte ebenfalls als "Prämisse" für den Neuen, dass sich die Mannschaft unter ihm "in einem positiven Sinne entwickelt".
Jeder Name dabei
Gehandelt werden deutsche Übungsleiter wie DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, Bernd Schuster (zuletzt Real Madrid) oder Armin Veh (zuletzt VfB Stuttgart) sowie bekannte internationale Namen wie Frank Rijkaard, der den FC Barcelona 2006 zum Champions-League-Gewinn führte, der ehemalige schwedische England-Teamchef Sven-Göran Eriksson oder die Italiener Carlo Ancelotti (AC Milan) und Roberto Mancini (zuletzt Inter Mailand), den Luca Toni ins Gespräch gebracht hatte. "Es ist möglich, dass ich nächstes Jahr wieder als Trainer arbeite, aber im Ausland", sagte Mancini im italienischen TV- Sender "Sky Sport 24".
Bayern-Präsident Franz Beckenbauer, Vorsitzender des Aufsichtsrates, der bei der Trainer-Verpflichtung zustimmen muss, warb in der "Bild"-Zeitung für eine große Lösung: "Ich hoffe auf einen Trainer, der in die Nähe der Klasse eines Guus Hiddink kommt." Der Niederländer betreut die russische Nationalmannschaft und hilft bis Saisonende Chelsea FC aus, der im Champions-League-Halbfinale gegen FC Barcelona steht. Rummenigge versicherte, dass man "bis dato" noch mit keinem Coach gesprochen habe. Und man solle auch "alles vergessen", was man bisher vernommen habe.
(apa/red)
