Freitag, 1. Mai 2009

Pogatetz und Co. im Abstiegskampf:
'Leiden, weil wir sehr wenige Tore schießen'

  • Drei Punkte Rückstand auf den rettenden 17. Platz
  • Nächste Hürde heißt noch dazu Manchester United

Middlesbrough steckt mitten im Abstiegskampf der englischen Fußball-Premier-League. Vier Spiele vor Schluss weisen ÖFB-Teamkapitän Emanuel Pogatetz und Co. drei Punkte Rückstand auf den rettenden 17. Platz auf, die nächste Hürde im heimischen Riverside-Stadion heißt am Samstag noch dazu Manchester United. Ob der seit Anfang April am linken Knie lädierte Pogatetz gegen ManU mitwirken kann, ist fraglich.

Bezüglich der prekären Tabellensituation sucht Pogatetz keine Ausreden. "Wenn man nach so vielen Spielen hinten drinnen steht, dann ist das kein Zufall und auch berechtigt. Wir leiden vor allem darunter, dass wir sehr wenige Tore schießen", weiß Pogatetz. Ein Blick auf die Tabelle beweist die eklatante Torarmut bei "Boro", mit nur 25 erzielten Toren ist man abgeschlagenes Schlusslicht der Liga. Bei den kassierten Treffern (49) befindet sich Middlesbrough hingegen immerhin im hinteren Mittelfeld.

Der Kampfgeist bei Middlesbrough ist aber natürlich noch nicht erloschen. "Wir geben nicht auf. Der Klassenerhalt ist durchaus noch möglich, wir werden es bis zum Ende probieren", so Pogatetz. Die Abwärtsspirale bei Middlesbrough, das seit 1998 ununterbrochen in der Premier League dabei ist, ist für Pogatetz aber durch die Entwicklungen der vergangenen Jahre logisch zu erklären.

"Seit dem UEFA-Cup-Finale (2006, 0:4 gegen FC Sevilla, Anm.) sind jedes Jahr ein paar Leistungsträger weggegangen und nicht adäquat ersetzt worden. Dadurch wurde es beim extrem hohen Niveau der Premier League von Jahr zu Jahr schwieriger, die Liga zu halten. Und heuer hat es uns eben schlimmer erwischt. Das ist keine angenehme Situation, aber da müssen wir durch", so Pogatetz, der sich unter Trainer Gareth Southgate als Kapitän der jungen "Boro"-Truppe etabliert hat.

Pogatetz glaubt, dass Club-Boss Steve Gibson, ein Self-Made-Millionär aus Middlesbrough, dem Verein auch in der zweiten Liga (Championship) die Treue halten würde. "Natürlich wäre ein Abstieg unglaublich schade und auf den ersten Blick eine Katastrophe. Aber ich glaube, der Verein wäre aufgrund seiner hervorragenden Nachwuchsarbeit gut gerüstet", so Pogatetz. Nach dem Heimspiel gegen Tabellenführer Manchester United warten noch die drei Partien gegen Newcastle (auswärts), Aston Villa (daheim) und West Ham (auswärts).

(apa/red)

1.5.2009 15:11